Die Aktien des italienischen Hörgeräteherstellers Amplifon verloren am Dienstag 4,5% und schlossen bei 11,66 Euro. Damit gaben sie den Kursanstieg vom Vortag (12,215 Euro) wieder ab und setzten die seit Jahresbeginn anhaltende Schwächephase fort.
Der Rückgang folgte auf eine Aktualisierung von GN Store Nord, dem Partner von Amplifon bei der Übernahme von GN Hearing. Der dänische Konzern senkte seine Prognose für das organische Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2026 auf einen Bereich von 0–3%, nachdem zuvor noch ein Wachstum von 0–6% erwartet worden war. Die Revision begründete das Unternehmen mit schwächeren als erwarteten Ergebnissen in den Sparten Gaming und Enterprise, die nun am unteren Ende der ursprünglichen Annahmen liegen.
Innerhalb von GN Hearing ging der organische Umsatz im Jahresvergleich um 2% zurück, während das bereinigte EBITDA um 25% einbrach – ausgelöst durch Volumenprobleme bei einem US-Kunden. Analysten der Investmentbank Jefferies führten den Umsatzrückgang in einer am Montag veröffentlichten Notiz auf "die schwierigste Vergleichsbasis des Jahres" zurück.
Amplifon, das die Übernahme von GN Hearing im März bekannt gegeben hatte, steuert die Integration parallel zu seinem laufenden Restrukturierungsprogramm Fit4Growth. Das eigene Geschäft des Unternehmens zeigt sich indes widerstandsfähig: Im am 30. Juli veröffentlichten Halbjahresbericht 2026 meldete Amplifon ein organisches Umsatzwachstum von 4,7% – der höchste Wert seit zwei Jahren – sowie einen Anstieg des bereinigten Nettogewinns um 12,3%.
Am Gesamtmarkt gab es kaum Impulse: Die grossen US-Indizes wie der S&P 500 und der Dow Jones bewegten sich seitwärts. Amplifons Aktie notiert zwar deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 7,836 Euro, das im März erreicht wurde, steht aber weiterhin unter Druck – bedingt durch die Integration von GN Hearing und die herabgesetzten Wachstumsaussichten.












