Die Aktien von Alibaba sanken am Freitag um etwa 3 % und schloss bei etwa 125 Hongkong-Dollar, da die Anleger den Abwärtstrend aus der aggressiven Ausgaben für künstliche Intelligenz gegen das beschleunigte Wachstum im Cloud-Bereich wogen. Der Hang Seng-Index stieg hingegen um 0,7 %, was die allgemeine Marktstärke widerspiegelt.
Das Unternehmen meldete eine Jahresverlängerung des Nettoergebnisses um 76 % auf 10,54 Mrd. RMB, was 53 % unter dem Konsensusschätzung von BofA Securities von 22,6 Mrd. RMB lag. Das nicht-GAAP-Nettoergebnis ging um 38 % auf 20,72 Mrd. RMB zurück und lag ebenfalls unter der prognostizierten Summe von 25,6 Mrd. RMB. Der Umsatz stieg um 9 % auf 268,95 Mrd. RMB, was weitgehend in Einklang mit den Erwartungen stand, aber das justierte EBITA fiel um 30 % aufgrund der erhöhten Investitionen in Technologie und KI.
Die Einnahmen von Alibaba Cloud und Compute Services nahmen um 45 % auf 48,44 Milliarden ¥ zu, während die Umsätze mit AI-relevanten Produkten auf 12,38 Milliarden ¥ angestiegen sind und nunmehr 12 Quartale mit dreistelliger Wachstumsumsatz erzielt werden. Die Cloud-Adjusted EBITA mehr als verdoppelte sich auf 5,63 Milliarden ¥ und verbesserte die Margen des Segments auf etwa 12 %. Die Investitionen nahmen jedoch um 75 % auf 67,68 Milliarden ¥ zu, angetrieben von der Allokation von Mittel für die AI-Infrastruktur, die Rechenkapazität von CPUs und den höheren Kosten für Chipherstellungskomponenten. Der freie Cashflow fiel auf minus 44,67 Milliarden ¥, während es noch vor einem Jahr einen positiven Zufluss in Höhe von 18,82 Milliarden ¥ erwirtschaftet hatte.
Die Einnahmen aus dem Kundengeschäft sank im Vergleich zum Vorjahr um 7 %, auf Vebasis von identischen Segmenten stieg sie um 1 %, wobei die Auswirkungen eines neuen Geschäftsentwicklungsprogramms nicht berücksichtigt wurden. BofA wies darauf hin, dass das Segment 4 % unter den Konsensschätzungen lag. Die Einnahmen aus dem Bereich Schnellhandel stiegen um 45 %, der Geschäftsbereich bleibt jedoch weiterhin unprofitabel.
Die Analysten zeigten auf die Spannung zwischen kurzfristigen Profitabilitätsdrucken und langfristigen Wachstumsambitionen hin. US Tiger Securities betonte, dass die Investitionen in KI in Richtung Kommerzialisierung übergehen und dass die quartalsweisen Kapitalausgaben nicht aufgrund der volatilen Hardwarezyklen extrapoliert werden sollten. BofA und Mizuho heuerten Bedenken hinsichtlich einer schwächeren Transaktionsaktivität und einer schwächeren Monetarisierung im Kernbereich des Handels hervor. Sie stellten fest, dass die Gewinne aus KI die Rückgänge bei den Einnahmen aus Kundendienst noch nicht vollständig aufgeholt haben.












