Die wachsende Staatsverschuldung der USA von über 40 Billionen Dollar setzt den US-Dollar weiterhin unter Druck. Am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium angekündigt, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, um die Renditen zu stützen. Dieser Schritt wirkte jedoch nur kurzfristig und belastet nun zusätzlich die US-Währung.
In der Nacht bewegte sich das Währungspaar Dollar-Franken in einer engen Spanne und notierte zuletzt bei 0,7999, leicht unter der psychologisch wichtigen Marke von 0,80. Der Euro stieg gegenüber dem Dollar auf 1,1691, nachdem er am Vorabend noch bei 1,1674 gelegen hatte, und nähert sich damit der Marke von 1,17. Das Euro-Franken-Paar verharrte dagegen bei 0,9352 und zeigte kaum Bewegung.
Analysten der Commerzbank warnen vor den finanziellen Folgen der hohen Staatsverschuldung. Demnach müsste der US-Finanzminister bald monatliche Zinszahlungen in Höhe von 100 Milliarden Dollar an die Gläubiger leisten. Die Schuldenlast wirft zunehmend Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit der US-Finanzen auf. Zudem birgt der jüngste Markteingriff zugunsten der Renditen das Risiko eines dauerhaft schwächeren Dollars.
Oddo BHF betont die Unsicherheit darüber, wie lange die US-Notenbank die wachsende Einflussnahme des Finanzministeriums auf die Zinsstrukturkurve tolerieren kann, ohne ihre Glaubwürdigkeit in der Inflationsbekämpfung zu gefährden. Die Märkte richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole nächste Woche. Sollte Fed-Chef Kevin Warsh dort schweigen, könnte dies als stillschweigende Zustimmung zu den aktuellen Maßnahmen interpretiert werden.












