Meta hat mit dem Muse Charm ein neues KI-Gerät angekündigt, das in der Größe eines Schlüsselanhängers konzipiert ist und bis Jahresende auf den Markt kommen soll. Das Gerät soll über ein kleines Display, Mikrofon, zwei Kameras und eine 5G-Anbindung verfügen, um als eigenständiger KI-Assistent für den Alltag zu dienen. Laut Mark Zuckerberg, CEO von Meta, ist das Projekt noch nicht vollständig fertiggestellt, und es gibt keine konkreten Angaben zu den geplanten Verkaufsländern. Im Gegensatz zu OpenAIs gescheiterten Projekt, das unter anderem durch rechtliche Auseinandersetzungen mit Apple belastet ist, setzt Meta auf eine eigene Lösung, um seine Dominanz in der KI-Branche zu festigen.
Das Muse Charm ist Teil einer strategischen Offensive von Meta, die sowohl den Smartphone-Markt als auch die Virtual-Reality-(VR)-Branche angeht. Neben dem neuen KI-Gerät kündigte Meta zudem eine leichtere VR-Brille an, die ab dem Frühjahr 2024 in den USA erhältlich sein soll. Diese soll mit einer Gewichtsklasse von nur 100 Gramm und einem Preis von 1.299 US-Dollar gegen Apples teurere Vision Pro konkurrieren, die ab 3.699 US-Dollar verkauft wird. Die Bildqualität der Meta-Brille wurde in Tests als etwas schlechter eingestuft, was auf die geringere Auflösung der Displays zurückzuführen ist. Zudem wird die VR-Brille in Europa ab Oktober 2024 für 899 Euro erhältlich sein, wobei sie mit einer Kamera ausgestattet ist, die KI-Daten aus der Umgebung sammelt. Die Kamera soll auch bei Missbrauch wie Belästigungen durch Nutzer angezeigt werden, und Meta betont, gegen solche Fälle aktiv vorzugehen.
Während Meta mit dem Muse Charm und den VR-Brillen versucht, die Dominanz von Apple und Google im Smartphone- und VR-Markt zu untergraben, bleibt das Smartphone weiterhin der zentrale Alltagscomputer. Analysten wie Avi Greengart von Techsponential betonen, dass das neue Gerät zwar kein Smartphone ersetzen wird, aber als Ergänzung dienen kann. Trotz Datenschutzbedenken, die Meta bei seinen KI-Brillen auslösen, wird das Potenzial des Marktes durch die Nutzung von Plattformen wie Instagram, Facebook und WhatsApp unterstrichen. Meta betont zudem, dass einige Interaktionen mit den Brillen durch Verschlüsselung geschützt werden sollen, um den Zugriff auf Nutzerdaten zu minimieren. Zudem lehnt der Konzern ab, Gesichtserkennungstechnologien in die Geräte zu integrieren, um Missbrauch zu vermeiden.
Das Projekt Muse Charm markiert einen weiteren Schritt von Meta, um seine Präsenz in der KI- und Technologiebranche zu stärken. Trotz der Herausforderungen durch Datenschutzbedenken und rechtliche Konflikte bleibt der Fokus auf der Entwicklung innovativer Geräte, die den Alltag der Nutzer unterstützen sollen.











