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Marktvolatilität vorerst gebremst, aber Risiken für September und Oktober steigen

Finanzmärkte zeigen nach ruhigem August Anzeichen von Spannungen durch Zinsentscheidungen, US-Wahlen und geopolitische Faktoren.

EK
Elena Kovač · Central Banks Desk · 13 Sept 2026 · 16:42 · 3 min read
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Marktvolatilität vorerst gebremst, aber Risiken für September und Oktober steigen

Finanzmärkte haben den August mit ungewöhnlich stabilen Bedingungen abgeschlossen, doch die kommenden Monate könnten durch eine Reihe von Risikofaktoren geprägt sein. Zinserhöhungen der Zentralbanken, Haushaltsdefizite in Schlüsselwirtschaften und die anstehenden US-Wahlen für die Zwischenwahlen im November könnten die Volatilität wieder steigern. Besonders der Ölpreis und die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan werden als zentrale Treiber für Marktunsicherheit gelten.

Die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank (EZB) stehen vor entscheidenden Zinsentscheidungen, die bereits im September erwartet werden. Die EZB könnte nach ihrer Sitzung am 4. September eine weitere Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte umsetzen, was fast vollständig in die Märkte eingepreist ist. Eine Wahrscheinlichkeit von etwa 25 Prozent gilt für eine weitere Straffung im Oktober. Aktuelle Wachstums- und Inflationsdaten könnten die EZB jedoch davon abhalten, die Marktvorhersagen zu bestätigen. Gleichzeitig wird die Bank of Japan (BoJ) ihre geldpolitische Linie anpassen: Insider schätzen eine Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Punkte im September, um steigende Preisrisiken zu mildern, gefolgt von einer möglicherweise schnelleren Straffung. Eine lockere Geldpolitik der Fed und eine restriktive Haltung der BoJ könnten den Yen weiter schwächen, was bis zu 103 Milliarden US-Dollar an Yen-Positionen gefährden könnte. Der Yen erreichte bereits im August Rekordwerte seit Februar, was auf eine mögliche Korrektur hindeutet.

Das britische Haushaltsdefizit verschärft sich, mit Renditen britischer Staatsanleihen, die kurz vor dem Haushalt im Oktober stark gestiegen sind. Die Regierung hat zwar Versprechen zur Haushaltsdisziplin gegeben, doch die Finanzierung höherer Verteidigungsausgaben und staatlicher Investitionen bleibt unklar. Falls der Haushalt nicht ausreichend Spielraum schafft, könnte dies die Risikoprämien für britische Vermögenswerte erhöhen und das Pfund belasten. Ähnliche Sorgen bestehen in Frankreich, wo die Schuldenkosten aufgrund eines Defizits von über 5 Prozent des BIP steigen. Die Renditeabstände zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen sind seit der Eurokrise am höchsten, und französische Banken und Aktien zeigen schwache Performance.

Die US-Wahlen im November werden die Finanzpolitik maßgeblich prägen. Ein Sieg der Demokraten könnte Trump’s Ermittlungen und ein Amtsenthebungsverfahren verhindern, was die Bestätigung von Richtern und Kabinettsmitgliedern erschweren könnte. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung 40 Billionen Dollar erreicht, und die Kreditkosten sind auf einem der höchsten Stand seit Jahrzehnten. In Neuseeland könnte die Labour-Partei, falls sie die Wahl gewinnt, das Doppelmandat der Zentralbank – Preisstabilität und Beschäftigung – wiederherstellen, was die Unsicherheit bei Zinsen und Anleihen erhöhen könnte.

Der September wird zudem durch eine hohe Aktivität bei Neuemissionen geprägt. Die USA erreichten bereits im August Rekordniveaus bei Kreditaufnahmen, getrieben durch Investitionen in KI und Staatsanleihen. Händler erwarten Emissionsvolumina von rund 215 Milliarden US-Dollar, was den Vorjahresrekord übertreffen könnte – einige Prognosen gehen sogar von bis zu 250 Milliarden US-Dollar aus. In Europa wird die Marktstimmung ebenfalls durch die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und die politischen Entwicklungen in Brasilien beeinflusst, wo der Vorsprung des linken Präsidentschaftskandidaten Lula da Silva aufgrund wirtschaftlicher Schwäche und Korruptionsvorwürfe schrumpft.

Die kommenden Monate werden für Finanzmärkte damit von einer Mischung aus geldpolitischen Entscheidungen, geopolitischen Spannungen und politischen Unsicherheiten geprägt sein. Die Volatilität könnte sich insbesondere durch die US-Wahlen, die Zinsentscheidungen der Zentralbanken und die Haushaltslage in Europa und den USA verstärken.

This article was produced with AI assistance and edited by a Finance Review Daily journalist.
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Written by
Elena Kovač
Central Banks Desk

Elena covers macroeconomic data and policy across the eurozone, translating industrial output, inflation and growth figures into what they mean for markets.

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