Worley Ltd verzeichnete für die 12 Monate bis zum 30. Juni 2026 einen jährlichen Rückgang des gesetzlichen Nettoertrags um 35,6% auf 306 Millionen US-Dollar, da Restrukturierungskosten und regionale Konflikte auf die Ergebnisse einwirkten.
Der in Sydney ansässige Konzerngesellschaft hat 120 Millionen US-Dollar an vorsteuerlichen Restrukturierungskosten gemacht, die vor allem mit der Stornierung zweier chemischer Projekte in Westeuropa zusammenhängen. Der Konflikt im Nahen Osten schmälerte die Ergebnisse um 58 Millionen US-Dollar.
Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel um 10,8 % auf 734 Millionen US-Dollar von 823 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum, während der operative Netto-Gewinn nach Steuern um 16,8 % auf 395 Millionen US-Dollar zurückging. Die Gesamtumsätze blieben im Wesentlichen konstant bei 12,02 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum in den Amerikas konnte die Schwäche in EMEA und Asien-Pazifik ausgleichen.
Die Region Amerika profitierte von der Fertigstellung des CP2-LNG-Projekts der Venture Global in Louisiana, obwohl der unterliegende EBITA-Margen insgesamt von 6,8 % auf 6,1 % gesunken ist, und das aufgrund eines höheren Anteils höherpreisiger Bau- und Beschaffungsleistungen.
Die Auftragseingänge wurden gestärkt, wobei die Reserven um 23 % auf 15,5 Milliarden US-Dollar anstiegen und der Auftragsbestand um 9 % auf 13,8 Milliarden US-Dollar stieg. Der Auftragsbestand betrug Mitte des Jahres noch 16,7 Milliarden US-Dollar, nachdem das von ExxonMobil eingefrorene Projekt zur Herstellung von blauem Wasserstoff in Baytown wiederaufgenommen wurde.
Worley sicherte sich neue Verträge bei American Electric Power, Chevron und Orbia Fluor & Energy Materials u.a. Geschäftsführer Chris Ashton erklärte, dass die Aktivität in Nord-, Mittel- und Südamerika weiterhin robust war, während schwächere Bedingungen in anderen Regionen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten weiterhin auf die Ergebnisse einwirkten.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowohl beim Umsatz als auch beim EBITA, wobei im zweiten Halbjahr eine höhere Gewichtung liegt. Worley bekräftigte auch sein Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2030 eine Verdopplung des Ergebnisses zu erreichen.
Der Verwaltungsrat verkündete eine endgültige unfranklierte Dividende von 25 Cent pro Aktie, die am 30. September fällig wird.












