VP Bank hat Fortschritte bei ihrer Erholung gemacht, wie aus dem Interview des CEO Urs Monstein hervorgeht. Während des ersten Halbjahres 2026 wurden netto neue Mittel in Höhe von 1,4 Mrd. Franken eingesammelt. Der jährliche Ankauf in Höhe von 5,2 % wurde vor allem durch zwei Segmente vorangetrieben: die intermediären Geschäfte mit externen Vermögensverwaltern und Vermögensbevollmächtern und die Vermögensverwaltung, wobei Liechtenstein und die Schweiz den grössten Anteil hatten.
Die Kostenbasis der Bank sank um 5,3% gegenüber dem Vorjahr, während das Verhältnis von Kosten zu Erträgen auf 78,8% gesunken ist, was einen Schritt in Richtung des strategischen Ziels einer konkurrenzfähigen Quote aufgrund einer unverändert hohen Kostendisziplin und Investitionen in profitable Wachstumsmöglichkeiten darstellt. Monstein betonte, dass das Kostenmanagement ein fortlaufender Prozess ist, der durch Automatisierung und künstliche Intelligenz unterstützt wird, während regulatorische Anforderungen weiterhin zusätzliche Aufwendungen verursachen. Der CET1-Kapitalquote der Bank beträgt 26%, was einen starken Kapitalpuffer darstellt und die Kreditbewertungen des Instituts stützt.
Monstein wies eine bestimmte Zielgrösse für das Kosten-Umsatz-Verhältnis aus, merkte aber an, dass dieses Verhältnis auch nach der Umsetzung der Strategie weiter sinken würde. Er wies ferner die Möglichkeit einer Festlegung eines Schwellenwertes unter 70 % zurück und betonte, dass das Tempo der Verbesserung von den zeitlichen Rahmenbedingungen und den veränderten Geschäftsvorbildern abhängt. Die Bank verfolgt keine aktive Strategie der Akquisitionen, würde aber Ziele überprüfen, die gerecht werden mit ihrer geografischen Präsenz, ihrem Kundensegment, ihrer Kultur und dem Zeitpunkt.
Asien bleibt ein zentraler Schwerpunkt, und Monstein bekräftigt seine Zuversicht in der Region trotz der vorangegangenen Restrukturierungen. Die Bank plant, ihre Vermittlungsaktivitäten in Asien auszubauen und ihre Position als spezielle Vermittlungsbank zu nutzen, um das Wachstum in der Region zu nutzen. Luxemburg und Asien trugen in den letzten zwei Monaten des ersten Halbjahres zu netto neuen Kapitalzuflüssen bei, obwohl Monstein warnte, dass saisonale Faktoren, insbesondere bei Trust-Strukturen, die Ergebnisse im zweiten Halbjahr beeinflussen könnten. Er äusserte die Hoffnung, dass die Bank ihren strategischen Zielkorridor für das Jahr erfüllen werde, basierend auf ihrem aktuellen Pipeline.
Monstein erkennt die Herausforderungen in der Umbauphase an, betont jedoch die grundlegende Gesundheit der Bank, das starke Management und die engagierte Belegschaft als Grundlage für Fortschritte. Er schliesst jede Regret über den Steuerungswechsel aus und betont einen vorausblickenden Ansatz, um auf dem neuen Aufschwung der Bank aufzubauen.













