Die Aktien des französischen erneuerbaren Energiedienstleisters Voltalia SA zogen am Dienstag um 16,3 % auf 5,44 € zurück und reduzierten damit ihre Verluste auf ein 52-Wochen-Tief von 5,11 €, da die Anleger auf die Senkung durch Morgan Stanley und die reduzierte Kapazitätsprognose reagierten.
Der Ausverkauf folgte auf die Veröffentlichung der Ergebniszahlen von Voltalia für das erste Halbjahr 2026, die eine Steigerung der Umsätze von 35 % gegenüber dem Vorjahr auf 198 Millionen Euro bei konstanten Wechselkursen zeigten. Der Gewinn wurde jedoch durch eine einmalige Aufwendungen in Höhe von 17 Millionen Euro unterstützt, die auf historische Produktionsverringerungen in Brasilien zurückzuführen sind. Ohne diese Sonderaufwendungen hätte es aber dennoch einen organischen Umsatzanstieg von 25 % gegeben.
Trotz der Umsatzverbesserung senkte Voltalia seinen Kapazitätsziel für 2026 auf rund 3,6 Gigawatt von einem vorherigen Schätzungswert von 3,7 Gigawatt. Die operative Kapazität des Unternehmens liegt nun bei knapp 3 Gigawatt, wobei die Produktionsauswirkungen im ersten Halbjahr leicht über den Erwartungen lagen. Die EBITDA-Prognose für das gesamte Jahr wurde mit einer Spanne von 210 Millionen bis 230 Millionen Euro erneuert und ein positives Nettoergebnis prognostiziert.
CEO Robert Klein betonte, dass das Wachstum in allen Geschäftsbereichen sich beschleunigte und die Kapazitätsanpassung auf eine strenge operative und finanzielle Disziplin im Rahmen des laufenden Transformationsplans SPRING zurückzuführen ist. Operative Herausforderungen in Brasilien haben zu der Anpassung beigetragen, wobei der Windlastfaktor um 8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 25 % gesunken ist und die Produktionsbegrenzungen 14 % der Gesamtproduktion ausmachen.
Morgan Stanley senkte die Bewertung von Voltalia im Juni 2026 von „Equal Weight“ auf „Underweight“, und begründete dies mit Befürchtungen in Bezug auf Ausführungsrisiken und kurzfristige Kapazitätsbeschränkungen. Die breiteren Indizes Euronext Paris und CAC 40 zeigten nur geringe Bewegung, während die US-Benchmarks moderate Gewinne verzeichneten, was darauf hindeutet, dass der Rückgang durch unternehmensspezifische Faktoren verursacht wurde und nicht durch breitere Markt- oder Branchenentwicklungen.












