US-Crude-Vorräte steigen seit Januar 2023 am stärksten
Die jüngsten Daten zeigen eine überraschende Erhöhung der Crude-Vorräte, die größte seit Anfang 2023, während Marktbeobachter die Nachfragesignale und die Auswirkungen der OPEC+-Politik bewerten.

Die US-Crude-Ölvorräte stiegen um den größten Betrag seit Januar 2023 in der vergangenen Woche, wie Daten des Energy Information Administration (EIA) am Dienstag bekanntgaben.
Das EIA meldete einen Überraschungsanstieg von 3,2 Millionen Barrel an kommerziellen Crude-Ölvorräten für die Woche bis zum 17. Mai, der weit über die von Analysten bei Reuters erwarteten moderaten Rückgang von 1,3 Millionen Barrel hinausging. Die von Reuters durchgeführten Umfragen unter Analysten hatten einen Rückgang von 1,3 Millionen Barrel vorausgesagt, was die unerwartete Natur des Anstiegs unterstreicht.
Der Anstieg war der bedeutendste seit einem Anstieg von 4,1 Millionen Barrel in der Woche bis zum 6. Januar 2023 und folgt zwei aufeinanderfolgenden Wochen von Absinken. Die Gesamtvorräte an US-Crude-Öl betragen nun 456,8 Millionen Barrel und liegen noch immer über dem fünfjährigen Durchschnitt für diese Zeit des Jahres, ein Maß, das von OPEC+-Produzenten bei ihren Entscheidungen zur Versorgungsverwaltung eng beobachtet wird.
Der unerwartete Anstieg der Vorräte kommt im Zusammenhang mit gemischten Signalen zur Nachfrage. Während die Gasolinennachfrage Resilienz gezeigt hat, hat sich die Raffineriekapazität leicht abgeschwächt, mit Raffineriekapazitätsraten, die auf 90,1 % zurückgegangen sind, von 90,8 % in der vorherigen Woche. Die Vorräte an Destillaten, die Diesel- und Heizöl umfassen, stiegen um 1,3 Millionen Barrel, was sich auf das besorgniserregende Sentiment auswirkt.
Die Daten belasten die Ölpreise, die in den letzten Sitzungen stark schwankten, bedingt durch Besorgnis über die globale Wirtschaftswachstum und die Produktionpolitik von OPEC+. Die Brent-Crude-Futures sanken um 0,7 % auf 82,45 US-Dollar pro Barrel in den frühen europäischen Handel, während West Texas Intermediate (WTI) um 0,8 % auf 78,10 US-Dollar pro Barrel fiel.
Marktteilnehmer werden nun auf die anstehenden OPEC+-Sitzungen und die US-Wirtschaftsdaten achten, um weitere Richtlinien zu erhalten. Ein nachhaltiger Anstieg der Vorräte könnte die Erwartungen für eine vorsichtigeren Ansatz von OPEC+ in seiner nächsten Politikbesprechung vom 2. Juni bestärken.
David reports on energy, metals and agricultural markets, tracking how supply signals and safe-haven demand move prices across the commodities complex.
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