Die UBS hat die Aktienempfehlung für die Drax Group von „Sell“ auf „Neutral“ erhöht und verweist dabei auf eine Bewertung, die bereits kurzfristige operative Herausforderungen berücksichtigt. Die Bank hat ihren nachjustierten Gewinn pro Aktie für 2026 auf 83,90 Pfund angehoben, was über dem Konsens von 78,79 Pfund liegt, während sie ihre EPS-Prognose für 2027 um 12% zurückgestutzt hat, da die Kosten für Biomasse gestiegen sind.
Das 12-monatige Kursziel wurde auf 745 Pence festgelegt, was dem Schlusskurs von Drax vom 21. August entspricht. Die Aktien rückten nach dem vorherigen Handelsschluss von 744,50 Pence um 2,97 % auf 745 Pence an.
UBS betonte die Kapitalallokierungsstrategie von Drax und verwies auf ein Remanifest von 325 Millionen Pfund für den Aktienrückkauf bis 2028. Das Programm könnte jedoch bis Anfang 2027 vorgehalten werden, bis das Refinanzierungsprogramm für den Geleitkredit für die Akquisition von Bluefield Solar abgeschlossen ist. Die Übernahme von Bluefield Solar kostet 1,08 Milliarden Pfund, weitere 460 Millionen Pfund sind für Stromspeichersysteme vorgesehen. Der Konzern strebt eine Nettogeschuldensquote von etwa 2,0-mal des Ebitda bis 2028 an.
Die längerfristigen Projektionen umfassen ein stetiges EBITDA in Höhe von rund 700 Millionen Pfund Ende des Jahrzehnts, eine Dividendenrendite von 5,2 % im Jahr 2028 und potenzielle Kursgewinne für die Aktionäre von etwa 90 % des aktuellen Unternehmenswerts bis zum Jahr 2035. UBS wies auch auf einen potenziellen Aufwärtspotential bei Strompreisverträgen hin, wobei Verträge für den Sommer 2027 und den Winter 2027/28 möglicherweise über 120 Pfund pro Megawattstunde liegen könnten.
Die Bank vermerkte die Datenzentren-Pipeline von 1,2 Gigawatt bei Drax, obwohl eine vollständige Monetarisierung weiterhin unwahrscheinlich ist. Die frühe Kapazität von 100 Megawatt könnte einen Wert von circa 100 Millionen Pfund generieren, was einem geschätzten Aufwärtspotenzial von 29 Pence je Aktie bei illustrativen Preisniveaus entspricht.












