Die UBS hat die Analyse von Liberty Latin America mit einer neutralen Empfehlung und einem Kursziel von 9,00 USD pro Aktie aufgenommen. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 4,3% gegenüber dem Schlusskurs von 8,63 USD am Mittwoch.
Der UBS-Analyst Leonardo Olmos begründet die Bewertung mit einem Prämienabschlag von etwa 30% gegenüber lateinamerikanischen Telekommunikationswerten. Diese Prämie reflektiert laut UBS-Prognosen eine erwartete Free-Cashflow-Rendite von rund 8,5% im Jahr 2027 und aktuell von 25%.
Für Liberty Latin America wird für 2026 ein Free Cashflow an die Aktionäre von 125 Millionen USD erwartet, der bis 2028 auf 240 Millionen USD steigen soll. Für 2028 modelliert die UBS Szenarien zwischen 134 Millionen USD und 313 Millionen USD, abhängig von Umsatzwachstum, Margenausweitung, Kapitalinvestitionen und der Effizienz der Cash-Konversion.
Das Umsatzwachstum wird bis 2028 auf jährlich 2% prognostiziert, gestützt durch starke Positionen im Mobilfunkmarkt, die Konvergenz von Dienstleistungen und die Marktstruktur in der Region. Die Einnahmen aus dem Netzwerkplattformgeschäft sollen im gleichen Zeitraum um etwa 9% wachsen, während das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen um rund 5% steigen wird. Treiber sind die Normalisierung der Geschäfte in Jamaika, die Stabilisierung in Puerto Rico sowie Kosteneffizienzen.
Liberty Latin America betreibt Telekommunikationsnetzwerke in der Karibik und in Zentralamerika. Die UBS weist auf Risiken wie eine hohe Verschuldung, feste Belastungen unter dem operativen Ergebnis sowie die Abhängigkeit von Puerto Rico hin, was die operative Flexibilität einschränkt.
Die Analyse wurde am 3. September 2026 gestartet.












