Zwei führende Führungskräfte bei UBS haben rund 7,78 Millionen Franken (8,7 Millionen US-Dollar) an Aktien der Bank verkauft, wie aus Filings bei der schweizerischen Finanzaufsicht SIX Exchange Regulation (SER) hervorgeht.
Ein Mitglied des Verwaltungsrats verkaufte am 3. September Aktien im Wert von 3,32 Millionen Franken, ein zweiter Manager verkaufte am 4. September eine grössere Tranche im Wert von 4,46 Millionen Franken. Da SER Offenlegungen innerhalb von fünf Handelstagen verlangt, müssen beide Transaktionen nicht später als am 27. August stattgefunden haben.
Die UBS-Aktien stiegen im Jahr 2019 um rund 20 %, deutlich höher als der Gesamtmarkt und in Anbetracht der jüngsten Verkäufe als Teil der regulären Gewinneinzieher. Die Bank und die Führungskräfte waren nicht dazu verpflichtet, ihre Motive für den Verkauf bekanntzugeben, daher ist der genaue Zeitpunkt der Verkäufe unklar.
Grosse Aktienverkäufe auf Management-Ebene sind bei UBS üblich. Ende August verzeichnete die SER einen Verkauf in Höhe von 2,19 Millionen Franken; Anfang August kam ein Verkauf über 3,47 Millionen Franken hinzu. Im Mai tauchten vier separate Transaktionen in Höhe von 16,84 Millionen Franken in der Datenbank der Regulierungsbehörde auf.
Trotz der auffallenden Zahlen wird sich der Aktienkurs der UBS wahrscheinlich nicht wesentlich bewegen: selbst Transaktionen in Millionenfrank-Schritten stellen nur ein paar Tausendstel der Marktkapitalisierung der Bank dar. Manche Marktteilnehmer könnten die Bewegungen jedoch als negatives Signal interpretieren und entsprechende Massnahmen ergreifen.
Die Nerven der Anleger werden in den kommenden Wochen erneut auf die Probe gestellt, da die Debatte in der Schweiz über die Kapitalanforderungen von UBS in eine entscheidende Phase eindringt. Anfang September hat die Bankenkommission des Nationalrates vom ursprünglichen Vorschlag der Bundesregierung die Richtung zugunsten eines Kompromisses geändert: UBS würde ihre ausländischen Tochterunternehmen mit 50 % Common Equity Tier 1 (CET1)-Kapital und 50 % additional tier 1 (AT1)-Anleihen sichern.
Das ganze Ständerat soll am 17. September über diese Regelung debattieren. Sollte das Oberhaus zustimmen, geht der Vorschlag in den Nationalrat. Da die Änderung die Änderung bestehender Gesetze erfordert, könnte sie schlussendlich zu einem nationalen Referendum führen.











