Die SAP-Aktie kam am Mittwoch unter Druck, nachdem UBS seine Einschätzung auf neutral senkte und Bedenken aussprach hinsichtlich der Integration von künstlicher Intelligenz beim Unternehmen sowie einer möglichen Beschleunigung des Cloud-Kontraktziels.
Die Aktien des Software-Giganten waren in den vergangenen vier Wochen um fast 48 % gestiegen, aber der Schritt von UBS signalisiert eine Pause in der Rally. Bei der Vorbörsentrade auf Tradegate waren die SAP-Aktien um 2,4 % unter dem Xetra-Schlusspreis gestürzt.
Der UBS-Analyst Michael Briest stellte fest, dass SAP zwar noch immer die Kernsoftwareinfrastruktur für Unternehmen bereithält, ihre Integration von agentischer KI jedoch nachlassend sei. Dies schränkt nicht nur die Monetarisierungsmöglichkeiten ein, sondern erhöht auch das Risiko, dass Unternehmen nach alternativen KI-Lösungen suchen. Briest prognostizierte ausserdem eine Verschlechterung des Current Cloud Backlog (CCB) – der unter Vertrag gesicherten Cloud-Erträge – für das zweite Halbjahr.
Die Absenkung spiegelt breitere Bedenken über SAPs Fähigkeit, von dem Markt für KI-gestützte Unternehmenssoftware zu profitieren wider. Briest meint, dass die Bewertung von SAP nach wie vor angemessen ist, warnt jedoch, dass das Investorenklima in Anbetracht dieser Herausforderungen weiterhin instabil ist.
Zu den weiteren Umständen auf dem Markt gehören der zunehmende Wettbewerb auf dem Markt für künstliche Intelligenz bei Unternehmen und eine Verschiebung der Prioritäten der Unternehmensausgaben, was den kurzfristigen Ausblick von SAP weiter beeinträchtigen könnte.












