Die Renditen der US-Schuldverschreibungen verliefen weiter nach oben, wobei das 10-jährige obligierte Wertpapiere bei 5,165 % und das 30-jährige obligierte Wertpapiere bei 5,455 % notierten, das jeweils die höchsten Niveaus seit 2007 bzw. 2004, wie aus Daten von Tradeweb hervorgeht. Diese Entwicklung war Ausdruck eines umfassenden Verkaufs von staatslichen Schulden angesichts neuer wirtschaftlicher Daten, die die Erwartungen einer weiteren Straffung durch die US-Notenbank verstärkten.
Die Rohölpreise stiegen weiter und Brent stiegen um mehr als 4 % auf 107,87 USD pro Barrel. Die Futures von US-Naturgas stiegen um über 6 %. Die Anleger blickten auch auf eine 44 Milliarden Dollar schwere Auktion von Siebenjahresanleihen und einen 6 Milliarden Dollar schweren Kaufrückkauf von 20- und 30-jährigen Obligationen, die für Donnerstag geplant sind.
Die wirtschaftlichen Indikatoren zeigten eine gute Aussicht auf Erholung: Die Industrieproduktion im zentralen Teil der Vereinigten Staaten beschleunigte sich im September, die Arbeitslosengelder gingen weiter zurück, und die Verkäufe von Neuwohnungen stieg über die Prognosen der Analysten, auch wenn sie immer noch unter dem Niveau des Augusts des vergangenen Jahres lag, was auf die erhöhten Hypothekenzinsen zurückzuführen war.
Offizielle der Federal Reserve signalisierten Offenheit für weitere Zinserhöhungen. Die Präsidentin der philadelphiaischen Zentralbank, Anna Paulson, sagte, weitere Straffungen gerechtfertigt sein könnten, wenn die Inflation keine Fortschritte zeigt. Der Präsident der New Yorker Zentralbank, John Williams, meinte, eine weitere Erhöhung bis Jahresende sei angemessen.
International betrachtet stieg die 10-jährige Bund-Zinssatz in Deutschland auf 3,612%, das höchste Niveau seit 2009, und der WSJ‑Dollarindex kletterte auf 96,98, den höchsten Stand seit Juli. Der 10‑jährige Staatsobligationszins des Vereinigten Königreichs bewegte sich auf dem Niveau von 5,385%. Die Handelssitzungen am Mittwoch hatten die Zinssätze bereits um 10 bis 15 Basispunkte erhöht, und Analysten stellten fest, dass die Auflösung von Positionen und Stop‑Loss‑Verkäufe zu diesem Anstieg beigetragen haben, wobei einige warnten, dass eine weitere Abwärtstrend bei langlaufenden Anleihen bestehen bleiben könnte.












