Die US-amerikanische Industrieproduktion schrumpfte im August stärker als erwartet. Der Industrieindex des Institute for Supply Management fiel von 55,6 im Juli auf 54,6, wie die Industriegruppe am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten einen geringeren Rückgang auf 55,2 erwartet, obwohl der Index weiterhin über der Schwelle von 50 liegt, die zwischen expansivem Wachstum und Kontraktion trennt.
Der neue Orders-Indiz der ISM stieg am stärksten, während der Beschäftigungs-Komponenten ebenfalls zurückging. Der Index der bezahlten Preise, der eine Indikator für die Inputkosten darstellt, stand bei unverändertem Stand. Die Daten werden wenige Tage vor dem am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der weiter Einblick in die Arbeitsmarktbedingungen liefert.
Die unter den Erwartungen liegende Leitzins-Wendung dürfte die Erwartungen an einen Zinsanstieg der US-Notenbank im September nicht umstellen, so Ulrich Wort, Wirtschaftsexperte der Helaba. Wort merkte an, dass steigende Energiepreise und erneute Inflationssorgen die Marktanteile für eine strammere Geldpolitik gesteigert haben. Am Dienstag rechneten Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 67 Prozent für einen Zinsschritt im September, unter Berücksichtigung der US-Notenbank-Future-Kontrakte.












