Die US-Ölraffinerien sollen am Dienstag mit Präsident Donald Trump im Weissen Haus zusammenkommen, da die Benzinpreise derzeit durchschnittlich über 4 Dollar je Gallone liegen, einem Niveau, das zuletzt im Winter festgestellt worden war. Diese Veranstaltung folgt auf Trumps öffentliche Kritik an den Raffinerien wegen angeblicher Preisüberschreitungen und einen Aufruf zur Untersuchung ihrer Betriebe durch das Justizministerium.
Die Regierung hat die Konferenz als Gelegenheit gesehen, um die langfristigen Einschränkungen in der Raffinaderkapazität zu beheben und die Importe venezolanischer Rohöl zu erhöhen, was dazu beitragen könnte, die heimischen Kraftstoffmärkte zu stabilisieren. Die Raffinaderauslastung in den USA liegt laut Industrieangaben nahe der 100 Prozent der verfügbaren Kapazität, während der August auf Kurs ist, der teuerste Monat für Benzin in der Geschichte zu werden, wie die American Automobile Association mitteilte.
Marathon Petroleum, Phillips 66 und Valero Energy berichteten über ein gebundenes Quartalsgewinn von 12,6 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen wurden in der Diskussion verstärkt angesprochen, da die Preise an den Tankstellen weiterhin hoch sind. Die Regierung hatte die Raffinerien aufgefordert, ihre Gewinne für Lohnerhöhungen zu verwenden, obwohl die Branchenvertreter wegen Trumps jüngsten öffentlichen Kommentaren Bedenken äusserten, was den Ton der Treffen angeht.
ExxonMobil, der drittgrösste Raffiner der USA nach Kapazität, wurde nicht eingeladen, nachdem CEO Darren Woods auf einem Treffen im Januar Venezuela als „nicht investierbar“ in seinem aktuellen politischen Klima bezeichnet hatte. Trump antwortete damals, er sei „neben der Diskussionen um venezolanisches Rohöl geneigt, Exxon auszubringen“, so Personen, die mit dem Austausch vertraut sind.
Die Führungskräfte überlegen, wie sie den optischen Aspekt der Teilnahme mit der Chance abwägen, konkrete politische Anliegen direkt zu behandeln – etwa Biokraftstoffauflagen und den Jones Act, der den Binnenschifffahrtsverkehr regelt. Einige Branchenberater warnten, dass die Veranstaltung zu einem öffentlichen Forum werden könnte, in dem Trump einzelne Unternehmen ausmacht. Andere sehen sie als eine einmalige Gelegenheit, mit dem Präsidenten über regulatorische und handelspolitische Fragen zu sprechen, die den Sektor betreffen.
Die Beratung findet statt, während die USA mit den wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen hoher Energiekosten kämpfen. Die Benzinpreise bleiben weiterhin ein anhaltendes Problem für Verbraucherinnen und Verbraucher vor dem Labor Day-Wochenende. Die Regierung hat auch auf frühere demokratische Richtlinien hingewiesen, die Investitionen in die Raffinierung untergraben und zur Schliessung nationaler Anlagen beigetragen haben, was einen Faktor für die derzeitige Engpässe im Angebot darstellt.












