Der US-Präsident Donald Trump wies am Donnerstag Berichte zurück, nach denen Russland bereit sein könnte, den NATO-Gebiet anzugreifen. Er nannte diese Behauptungen unbegründet. In der Pressekonferenz im Oval Office erklärte Trump: "Er wird nicht auf NATO-Gebiet angreifen."
Die Bemerkungen folgten Medienberichten, wonach CIA-Chef John Ratcliffe in der ersten Woche des Monats nach Moskau gereist war, um die russischen Behörden vor einer potenziellen Aggression gegen Nato-Mitgliedstaaten zu warnen. Trump wollte die Bedeutung dieser Reise herunterspielen und sagte bei einem Telefongespräch mit der Agentur Axios, Ratcliffe treffe sich einmal im halben Jahr oder einmal im Jahr mit seinem russischen Kollegen, und die beiden hätten eine gute Beziehung. "Ratcliffe trifft sich einmal im halben Jahr oder einmal im Jahr mit seinem russischen Kollegen. Sie haben eine sehr gute Beziehung. Es gab keine Botschaft, und es war nichts Ungewöhnliches", sagte Trump.
Die Berichte finden auf dem Hintergrund vermehrter Sorgen von europäischen und nordamerikanischen Geheimdiensten vor russischen Sabotage- und Hybridoperationen in Europa statt. Diese werden häufig als Aktivitäten in der „Grauzone“ bezeichnet, die darauf abzielen, die Kohäsion im NATO zu schwächen und die Unterstützung für die Ukraine zu verringern. Während in den Berichten keine konkreten Bedrohungen genannt wurden, haben die aktuellen Ereignisse um den Besuch von Ratcliffe Spekulationen über mögliche Verstärkung der Spannungen zwischen Russland und westlichen Allierten verstärkt.
Trumps Kommentare kommen zu einer Zeit, in der die NATO-Mitglieder weiterhin die Risiken bewerten, die durch die militärische Haltung Russlands nahe den Grenzen zu der Ukraine und in angrenzenden Regionen entstehen. Die Allianz verfolgt eine Politik der Abschreckung und betont den kollektiven Verteidigungsanspruch nach Artikel 5 des NATO-Vertrages. Die Worte des US-Präsidenten sollen die Verbündeten beruhigen und die Dringlichkeit der Situation vermindern.
Die CIA hat sich bisher nicht öffentlich zu der gemeldeten Reise nach Moskau und ihren Zielsetzungen geäussert. Ratcliffes letzte bekannte Besuch in Russland ist in einem Foto vom 19. März 2026 dokumentiert; jedoch wurden keine Details zur Tagesordnung dieses Treffens bekannt gegeben.













