Die fehlzeiten von Arbeitnehmern belasten die Schweizer Klein- und Mittelbetriebe (KMU) zunehmend; die Kosten steigen, weil sich die Zeiten für psychische Krankheiten im Verl衤 von Zeit zu Zeit erhöhen, so eine Studie der Versicherungsgesellschaft AXA. Die am Donnerstag publizierte AXA-KMU-Arbeitsmarktumfrage ergab, dass 40 % der KMU in den letzten zehn Jahren Fehlzeiten verzeichnet haben, wovon 62 % bei Unternehmen mit 50 bis 250 Beschäftigten betroffen sind.
Mentale Gesundheitsprobleme tragen mittlerweile einen erheblichen Anteil am Belastungsbild aus. Ein Drittel der befragten KMU berichtete über moderate bis schwere Auswirkungen aufgrund von psychischen Problemen bei Mitarbeitern, ein Anstieg von 10 Prozentpunkten von 2023 auf 35 %. Die Studie unterstreicht eine Korrelation zwischen Führungsprinzipien und Fehlzeiten: Unternehmen, die Autonomie und Verantwortung ausrichteten, berichteten über niedrigere Ausmaß an psychisch bedingten Fehlzeiten. Nur 27 % solcher Firmen erlebten Fehlzeiten aufgrund mentaler Gesundheitsprobleme, während dies bei Unternehmen ohne diese Führungsprinzipien bei 43 % der Fälle der Fall war.
Trotz der wachsenden Herausforderung haben wenige KMU präventive Maßnahmen ausgebaut. Nur 28% der Unternehmen fördern aktiv eine Kultur der offenen Feedback, was gegenüber 2023 einen Rückgang von 35% bedeutet. Initiativen, die sich auf die körperliche Gesundheit konzentrieren – wie Ernährung, Bewegung und Schulung von Vorgesetzten – bleiben bei niedrigen Niveaus stagnieren, mit einer Umsetzungsrate von 14% und 11% je nach Thema. Ein Viertel der KMU meldete, dass es keine besonderen Schritte unternommen hatte, um chronischem Fehlzeitverhalten auf mentalem Grund psychischer Gesundheit entgegenzuwirken.
Die Ergebnisse unterstreichen die Doppelbelastung, mit der Schweizer KMU konfrontiert sind: steigende Betriebskosten aufgrund von Fehlzeiten und anhaltende Lücken in präventiven Betriebsstrategien.













