Die Schweizer Ausfuhren stiegen im Juli um 13,8% gegenüber dem Vormonat und rückten damit einen Monat des Stands aus, mit dem stärksten monatlichen Anstieg seit Anfang 2024, wie aus Daten der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) hervorgeht.
Die saisonbereinigte Ausfuhren beliefen sich auf 27,8 Milliarden Franken, gegenüber 24,4 Milliarden Franken im Juni, was den größten Anstieg der letzten 18 Monate bedeutete. Die Eidgenössische Zollverwaltung meldete am Donnerstag den Anstieg und betonte eine signifikante Verschiebung des Handelsdynamikens nach einer lang andauernden Phase flacher Exportaktivität.
Der Juli-Rückgang folgt auf sechs aufeinander folgende Monate stagnierender oder sinkender Exportmengen, die auf die Handelsbilanz und das industrielle Vertrauen in der Schweiz negativ ausgewirkt hatten. Die Analysten vermuteten, dass der starke Anstieg auf eine verbesserte Nachfrage in wichtigen europäischen Märkten, insbesondere in Deutschland, sowie auf eine Nachrüstungsaktivität vor der Herbsthandelssaison hinweisen könnte.
Die exportorientierte Wirtschaft der Schweiz, die stark auf Maschinen, Arzneimittel und Präzisionsinstrumente angewiesen ist, hatte schon Anfang des Jahres mit Gegenwind zu tun, der durch die schwache weltweite Nachfrage und anhaltende Versorgungsprobleme entstanden war. Die Juli-Zahlen deuten auf einen möglichen Wendepunkt hin, wobei eine nachhaltige Erholung jedoch von den allgemeinen Wirtschaftszuständen in den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz abhängen wird.












