Stifel erneuerte am Mittwoch seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 60 USD für Boston Scientific Corp. (NYSE: BSX), wobei die Aktie des Herstellers von medizinischen Geräten im vergangenen Jahr um 53 % gefallen ist. Das Unternehmen teilte in einer 8-K-Achtungserklärung einen Zwischenfall im Bereich der Cybersicherheit mit, und führte an, dass es zu Störungen von Informationssystemen gekommen sei, die die globalen Betriebsabläufe, einschliesslich der Bestellabwicklung und des Versands, unterstützen.
Der Vorfall, den Industriezeitschriften zum ersten Mal berichteten, ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. Boston Scientific erklärte, dass es mit Spezialisten von Drittanbietern zusammenarbeite, um den Zugriff zu untersuchen und die Verletzungen abzuwenden, obwohl der Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung des Systems nicht klar ist. Aus der 8-K-Angabe geht hervor, dass der Angriff Betriebseinschränkungen hervorgerufen hat und diese auch in Zukunft verursachen wird.
Boston Scientific meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 5,44 Milliarden USD und ein bereinigtes EPS von 0,86 USD, was die Konsensschätzungen von 5,36 Milliarden USD und 0,83 USD deutlich übersteigt. Die Aktie des Unternehmens, die zum Handelstand von 49,86 USD notiert, hat in den letzten 12 Monaten deutlich unterperformed.
Die Analysten sind noch uneinig in ihrer Einschätzung. Canaccord senkte sein Kursziel von 70 auf 66 US-Dollar und behielt das Kursziel bei „Kaufen“. TD Cowen behielt ihr Kursziel bei „Kaufen“, indem sie auf die Bewertungsunterstützung bei aktuellen Prognosenkürzungen hinwies. Argus senkte die Einstufung von Boston Scientific auf „Halten“ und verweist dabei auf die Wachstumschwierigkeiten in wichtigen Produktbereichen wie WATCHMAN, Elektrophysiologie und Urologie. Insgesamt haben 22 Analysten ihre Gewinnprognosen für die kommende Periode herabgewertet.
Stifel machte darauf aufmerksam, dass die 8-K-Antragstellung keine vollständige Klarheit über die operativen Auswirkungen des Vorfalls oder mögliche Folgen für die Ausrichtung gab. Sie sagte, es sei noch zu früh, zu bewerten, wie Boston Scientific die Probleme angehen oder potenzielle Auswirkungen in zukünftige Ausblicke integrieren wird.













