Die Europäische Union hat mit der Solvency-II-Regulierungsrahmenlage ein neues Momentum für Unternehmenskredit-Securitisierungen geschaffen. Invesco, ein globaler Vermögensverwalter, rechnet damit, dass europäische Versicherer ihre Allokationen allmählich erhöhen werden, sobald sie ihre Portfoliobindungen unter den geänderten Regeln neu bewerten.
Die Reformen, die dieses Jahr in Kraft getreten sind, reduzieren die Kapitalanforderungen für bestimmte abgesicherte Schuldverschreibungen und machen sie für Versicherer, die in einer niedrigzinssituation nach Rendite suchen, attraktiver. Invesco projiziert, dass europäische Versicherer ihr Engagement in Unternehmenskredit-Securitisierungen allmählich erhöhen werden, sobald sie ihre Portfolio-Allokationen unter den geänderten Regeln neu bewerten.
Der Wechsel folgt auf Jahre der zurückhaltenden Aktivität im Securitisierungs-Markt, wo konservative Kapitalanforderungen unter der vorherigen Solvency-II-Regelung die Versichererpartizipation eingeschränkt hatten. Analysten stellen fest, dass die Reformen mit den breiteren Bemühungen der EU übereinstimmen, die Securitisierung als eine lebendige Finanzierungskanal für die Realwirtschaft zu revitalisieren, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
Invescos Ausblick spiegelt die breitere Branchenmeinung wider, mit derer mehrere Vermögensverwalter und Versicherer erwartet werden, um ihre Kapital-Allokationen in abgesicherte Kredite zu reallokieren. Der Schritt könnte auch die Sekundärmarktliquidiät unterstützen, da die erhöhte Nachfrage von Versicherern die Preisstabilität für Unternehmenskredit-Securitizierungen stabilisiert.
Während der Tempo der Annahme ungewiss bleibt, ist der regulatorische Wind als wichtiger Schritt zur Freilegung neuer Investitionsströme in Europas Securitisierungs-Markt gesehen.


