Der Halbleiterhersteller Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) hat die Preise für seine fortschrittlichen Halbleiter um bis zu 20 % erhöht, da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (AI)-bezogenen Halbleitern zulegt, wie Industriequellen berichten lassen.
Die Erhöhung, die auf Bestellungen aus den letzten Wochen angewendet wird, spiegelt die zunehmende Engpässe im Bereich der AI-Halbleiter wider, die von den Datenzentren, Cloud-Anbietern und Herstellern von AI-Hardware robust nachgefragt werden. SMIC, Chinas größter Vertrags-Halbleiterhersteller, war ein wichtiger Lieferant für inländische und internationale Kunden, die Alternativen suchten, nachdem die USA Exportbeschränkungen auf fortschrittliche Halbleitergeräte verhängt hatten.
Die Preiserhöhung folgt ähnlichen Schritten anderer Foundries, darunter Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC) und United Microelectronics Corp (UMC), die ebenfalls Preiserhöhungen für fortschrittliche Prozessschritte vorgenommen haben. Analysen zufolge werden die Preiserhöhungen zwar durch Marktbedingungen getrieben, können aber für kleinere AI-Startups und Hardwarefirmen, die auf kosteneffektive Halbleitersourcing angewiesen sind, weitere Budgetspannungen aufwerfen.
SMICs Preisstrategie unterstreicht den breiteren Wandel im globalen Halbleiterlieferketten, bei dem die AI-getriebene Nachfrage die Produktionsprioritäten und das Preiswesen umformt. Der Konzern hat die volle Umfang der Preiserhöhungen oder deren Dauer nicht öffentlich bekannt gegeben, aber Quellen deuten darauf hin, dass die Anpassungen bis in das dritte Quartal 2024 in Kraft bleiben werden.
Der Schritt kommt, während SMIC seine fortschrittlichen Herstellungsvermögen weiter ausbaut, einschließlich seiner 7-Nanometer-Prozess-Technologie, trotz der laufenden US-Beschränkungen auf wichtige Geräteimporte. Industriebeobachter vermuten, dass eine nachhaltige AI-Nachfrage weitere Preisstabilität oder weitere Preiserhöhungen in den kommenden Monaten unterstützen könnte.



