Der Swiss Market Index (SMI) startete am Freitag vorbörslich mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent, angetrieben durch positive Entwicklungen aus dem Ausland. Die Börsenhändler konzentrieren sich weiterhin auf die Zinsschritte der Schweizer Nationalbank (SNB) und die Entwicklung der Ölpreise, welche die Marktstimmung massgeblich beeinflussen. Die SNB hielt den Leitzins, wie erwartet, bei 0 Prozent. Dies belastete die Entwicklung der Währung am Devisenmarkt weiter: Der Schweizer Franken verlor gegenüber dem Euro und dem US-Dollar leicht an Wert, während der Euro auf 0,9430 Franken notierte – ein Anstieg gegenüber dem Vortag (0,9420 Franken). Gegenüber dem US-Dollar fiel der Franken auf 0,8292 (0,8282 zuvor).
Unter den Schweizer Aktien verzeichneten ABB und UBS besonders starke Vor-Abweichungen. Vontobel senkte das Kursziel für ABB von 50 auf 46 Franken und behielt das Rating bei (Kaufen). UBS erhöhte hingegen das Kursziel für Glencore auf 650 Pence und stufte die Aktie von Hold auf Kaufen um. Neueon senkte das Kursziel für Newron von 17 auf 15 Franken, während Stadler Rail das Rating von Kaufen auf Halten senkte, jedoch das Kursziel von 30,60 auf 35 Franken erhöhte. Temenos und Ypsomed erhielten jeweils neue Kursziele, wobei Temenos das Ziel von 68 auf 73 Franken anpasst (Rating: Neutraal) und Ypsomed das Kursziel von 380 auf 370 Franken senkte (Rating: Halten).
Die Zinsproblematik bleibt hier jedoch weiterhin von zentraler Bedeutung. Wertpapierrenditen weltweit stiegen, was auf höhere Kreditkosten und Inflationsängste hindeutet. In Japan kletterten die Renditen zehn-jähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996. Die US-Notenbank Fed wird weiterhin als entscheidender Faktor für die Marktentwicklung angesehen, da eine weitere Zinsschritte die Anlegerstimmung weiter belasten könnte. Geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen den USA und dem Iran, prägen auch die Rohstoffmärkte. Die Brent-Ölpreise fielen um 0,7 Prozent auf 105,81 Dollar pro Barrel, während WTI auf 93,07 Dollar fiel. Die Spannungen zwischen den Ölproduzenten bleiben hoch, wobei die Huthi-Rebellen im Jemen weitere Versorgungsrisiken durch Raketenangriffe auf Saudi-Arabien geschaffen haben.
Auf den globalen Aktienmärkten zeigte sich eine gemischte Entwicklung. Asiatische Indizes wie der Nikkei 225 legten um 1,2 Prozent zu, während der S&P 500 kaum Bewegung zeigte. Einzelne Aktien wie Meta (Facebook) profitierten von Kursrallys, während Unternehmen wie MGM Resorts nach dem Rückzug eines Übernahmeangebots deutliche Verluste verzeichneten. Die Stimmung auf den Anleihemärkten blieb angespannt, da die Befürchtungen einer weiteren Zinswende die Renditen weiter steigerten. Politische Gespräche zwischen China und den USA, insbesondere zu Themen wie Handel und Technologie, brachten keine klaren Durchbrüche, was die Märkte vor den Feiertagen in Unsicherheit versetzte.
Die Vorbewertungen des SMI spiegeln die Spannung zwischen positiven Einzelentwicklungen und strukturellen Risiken wider. Während einige Aktien wie ABB und UBS vorab stark nachgefragt waren, bleibt die Zinsentwicklung und die geopolitische Lage ein zentraler Treiber für die Marktstimmung. Die Ölpreise, die von geopolitischen Spannungen und Lieferrisiken beeinflusst werden, bleiben ein weiterer entscheidender Faktor.












