Der Swiss Market Index (SMI) konnte frühe Verluste wettmachen und schloss am Freitag mit einem Plus von 0,62 % bei 14.456,98 Punkten. Damit reduzierte sich der Wochengewinn auf 0,5 %. Die Handelsspanne lag zwischen einem Tief von rund 14.280 und einem Hoch von 14.474 Punkten – ein Zeichen für die erhöhte Volatilität rund um das monatliche Verfallstermin.
Der Nachmittagsaufschwung wurde von den grosskapitalisierten Pharmawerten Roche und Novartis getragen, die zuvor deutlich tiefer notiert hatten, bevor sie ins Plus drehten. Beide Aktien verbuchten Wochengewinne, die die Verluste der Vorwoche mehr als ausglichen. Die Migros Bank verwies zudem auf Roche und Novartis als mögliche Profiteure des erweiterten Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China – zusammen mit Richemont und Swatch, die ebenfalls um 1,5 % bzw. 0,8 % zulegten. China bleibt für alle vier Unternehmen ein Schlüsselmärkte, auch wenn die Nachfrage in den letzten Monaten nachgelassen hat.
Zyklische Werte und Rohstoffaktien führten die breiteren Gewinne an: Kühne+Nagel stieg um 2,8 %, Geberit um 1,4 %, Sika um 1,0 % und Holcim um 0,9 % – letzteres nach der Übernahme des deutschen Fermacell für 840 Millionen Euro. Vetropack sprang um 9,5 % nach, Siegfried legte um 2,7 % zu, nachdem das Unternehmen Ergebnisse vorlegte, und Georg Fischer gewann 3,3 %, nachdem Research Partners das Rating auf «Kauf» hochgestuft hatte.
Der positive Schlussstand folgte auf eine durchwachsene Woche für den SMI, der am Freitag zunächst tiefer eröffnet hatte und zeitweise auf Wochenniveau im Minus lag, bevor die späte Erholung einsetzte. Verbesserte Verbraucherstimmung in Europa und ein festerer US-Aktienmarkt zu Handelsbeginn hätten dazu beigetragen, wie Händler berichteten. Der Indexaufschwung stand im Kontrast zu den anhaltenden Sorgen um die makroökonomische Perspektive, auch wenn das Investment Office von UBS eine konstruktive Grundhaltung beibehielt. Diese stützt sich auf widerstandsfähige Ausgaben für KI, stabile Unternehmensgewinne und nachlassenden Inflationsdruck.
Brent-Öl blieb über 94 Dollar pro Fass – gegenüber unter 80 Dollar zu Monatsbeginn – angesichts anhaltender geopolitischer Risiken im Nahen Osten. Die Zusage von US-Präsident Donald Trump, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu verstärken, verschärfte die Versorgungsängste und hielt die Ölpreise trotz der späten Marktgewinne hoch.













