Die Aktien der Siemens Energy AG stiegen am Dienstag um 2,7 % auf 152,76 €, nachdem das Unternehmen Pläne bekanntgegeben hatte, eine Mehrheitsbeteiligung oder eine Spaltung seines Segments Industry Transformation zu überprüfen, einem Geschäftsbereich, der einen Jahresumsatz von 5,7 Mrd. € erzielte und eine operative Marge von etwa 14 % erzielt hat.
Der Aufsichtsrat trat zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammen, um strategische Optionen für den Bereich zu beurteilen, der laut Berichten von Quellen eine Bewertung von über 10 Milliarden Euro erreichen könnte. Von dieser Sitzung war keine sofortige Entscheidung zu erwarten, obwohl Goldman Sachs beauftragt wurde, Angebote für den potenziellen Vertragsabschluss einzuholen.
Der vergleichbare Umsatz des Geschäftsbereichs im dritten Quartal stieg um 18,5 % auf 11,45 Milliarden €, während das Auftragsvolumen einen Rekordwert von 17,9 Milliarden € erreichte. Das Nettoergebnis verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr und spiegelt die starke operativ-kaufmännische Performance in einem starken Marktumfeld wider.
Die Analysten von RBC Capital Markets behielten nach der Ankündigung die Einschätzung "Outperform" für die Aktie bei, mit einem 12-monatigen Durchschnittspreisziel von knapp 197 Euro. Die Aktien von Siemens Energy sind für die Session um 1,6 % gestiegen und wurden Mitte des Tages in Frankfurt zu einem Preis von 151,16 Euro gehandelt.
Die europäischen und US-amerikanischen Aktienindizes avancierten nur geringfügig, wobei der DAX um 0,3%, der S&P 500 um 0,3% und der Nasdaq um 0,6% stiegen. Die Marktreaktion ergibt sich aus jüngsten Kommentaren von Entscheidern der Federal Reserve vor dem Symposium in Jackson Hole, wobei jedoch keine direkte Verbindung zur Geldpolitik in Bezug auf den Aktienkurs von Siemens Energy genannt wurde.












