Die Aktien von Samsonite International S.A. verloren am Dienstag mehr als 8%, nachdem der Reisegepäckhersteller schwächere als erwartete Quartalszahlen vorlegte und seine Jahresprognose nach unten korrigierte.
Das in Hongkong notierte Unternehmen meldete einen Umsatzrückgang von 7,1% im Vergleich zum Vorjahr auf 532,6 Millionen US-Dollar im ersten Quartal. Damit verfehlte es die Analystenschätzungen von 558,3 Millionen US-Dollar. Der an die Aktionäre ausschüttbare Nettogewinn sank um 19,3% auf 25,4 Millionen US-Dollar, gegenüber 31,5 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Samsonite führte den Umsatzrückgang auf schwache Nachfrage in Nordamerika und Europa – den beiden wichtigsten Märkten – sowie anhaltende inflationsbedingte Kaufzurückhaltung zurück. Zudem belasteten Lieferkettenstörungen in Asien die Produktion und Distribution.
Als Reaktion darauf revidierte die Geschäftsführung ihre Jahresprognose: Nun wird ein Umsatzrückgang von 5% bis 7% erwartet, zuvor war noch von einem Minus zwischen 1% und 3% die Rede. Der angepasste Nettogewinn soll laut neuer Schätzung um 10% bis 15% sinken, zuvor war ein Rückgang von 5% bis 10% prognostiziert worden.
Analysten von Jefferies bestätigten zwar ihre „Hold“-Empfehlung für die Aktie, senkten das Kursziel jedoch von 14,00 auf 12,50 US-Dollar. „Die Herabsetzung der Prognose spiegelt die anhaltenden Herausforderungen bei der Konsumnachfrage wider, insbesondere in den Premiumsegmenten“, begründete die Bank ihre Entscheidung in einer Mitteilung.
Die Samsonite-Aktie, die vor dem Kurssturz im Jahr 2024 bereits 4,2% zugelegt hatte, notierte zur Mittagszeit in Hongkong bei 11,80 US-Dollar und damit 8,3% tiefer. Damit liegt die Aktie deutlich hinter der Performance des breiteren Reise- und Freizeitsektors zurück, der im gleichen Zeitraum um 2,1% zugelegt hat.
Die Unternehmensführung betonte, dass trotz der kurzfristigen Herausforderungen langfristiges Wachstum von der Erholung des internationalen Reiseverkehrs und der Stabilisierung der globalen Lieferketten abhängen werde.
Investoren dürften die Entwicklung des Unternehmens im zweiten Quartal besonders genau verfolgen, zumal makroökonomische Gegenwinde und mögliche weitere Verschiebungen im Konsumverhalten bestehen.



