Das S&P 500 wird laut einer Umfrage von Reuters unter 46 Strateg*innen, Analysten und Portfoliomanagern, die zwischen dem 12. und 25. August durchgeführt wurde, das Jahr 2026 mit 7.900 Punkten abschliessen. Das Medianziel entspricht einem Anstieg von 2,9 % gegenüber dem Dienstagsschluss am 7.677,28 Punkten nach einem Jahresanstieg im Jahr 2026 von 12 %.
Die jüngste Prognose stellt eine bescheiden Auffrischung der zuvor durch Reuters durchgeführten Befragung im Mai dar, bei der ein Ziel von 7.620 Punkten für das Schlussquartal 2026 festgelegt worden war. Sameer Samana vom Wells Fargo Investment Institute bezeichnete das aktuelle Umfeld als einen "Investitionsboom", fügte hinzu, dass der Zugriff auf das Jahr 2027 wahrscheinlich trotz kurzfristiger Volatilität im Zusammenhang mit Wahlen bestehen bleiben wird. BofA Securities dagegen erwartete einen konservativeren Ausblick mit einem Ziel von 7.100 Punkten für das Schlussquartal 2026.
Der Gewinnwachstum wird als wichtiger Treiber des Optimismus angesehen. Laut den Daten von LSEG I/B/E/S sind die Unternehmen des S&P 500 auf einem Kurs, um ein Jahresteuerungwachstum von 33,5% zu erzielen, was das höchste Niveau seit 2021 darstellt. Das zukünftige Kurs-Gewinn-Verhältnis des Index lag am Freitag bei 20,2, was gegenüber dem Schluss von rund 22 Ende 2025 einen Anstieg darstellt und eine verbesserte Gewinnsichtbarkeit widerspiegelt.
Seit der Eskalation des US-Iran-Konflikts Ende Februar, die die Ölpreise kurzzeitig erhöht hatte, haben sich die geopolitischen Spannungen etwas gelöst. Zwar sind aktive Feindseligkeiten zurückgegangen, aber die Friedensverhandlungen sind weiterhin gestrandet, und der Hormus-See kehrt weiterhin logistische Risiken in die Runde. Die darauffolgende Rückgang der Ölpreise hat die Inflationssorgen gelindert und das Risikosentiment an der Wall Street gestärkt.
Die bevorstehenden frühen November-Wahl zum US-Kongress hinzufügen einen Schicht der Unsicherheit, wobei die Ergebnisse in Bundes-, Staats- und lokalen Abstimmungen möglicherweise den Kongress neu strukturieren. Analysten stellen fest, dass der Machtgleichgewicht in Washington die Politikrichtung beeinflussen könnte, obwohl die unmittelbare Marktauswirkung voraussichtlich auf kurzfristige Volatilität um die Abstimmung beschränkt bleiben wird.
Die Prognosen der Umfrage decken sich mit dem Abschluss der Ergebnisaison im zweiten Quartal, die durch die Ergebnisse des Chip-Herstellers Nvidia in den Fokus rückte. Federal Reserve-Präsident Kevin Warsh soll am Freitag auf dem Symposium in Jackson Hole sprechen, eine Rede, die unter den sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen sorgfältig auf Hinweise zur Geldpolitik geprüft wird.













