Die Aktien von Rivian Automotive fielen am Mittag um 6,8% auf 15,66 Dollar und erreichten damit weiter die Verluste aus der Session am Donnerstag nach Börsenschluss und näherten sich dem unteren Ende des 52-Wochen-Kursbereichs zwischen 12,39 und 22,69 Dollar.
Der Rückgang folgte nach dem Bekanntgeben, dass die Finanzdirektorin Claire McDonough am 30. Oktober 2026 bei GE Vernova in die Rolle der Finanzdirektorin aufsteigen wird. McDonough, die im Januar 2021 zu Rivian wechselte, spielte bei der 13,7-Milliarden-Dollar-IPO des Unternehmens eine zentrale Rolle und sicherte ein Investitionsvolumen von 5,8 Milliarden US-Dollar von Volkswagen, das an Rivians elektrische Architektur geknüpft war. Sie überwachte auch Kostenreduktionsmassnahmen, die während ihrer Amtszeit die quartalsweisen Verluste reduziert haben.
Derek Mulvey, Vice President of Finance bei Rivian und schon seit 2021 im Unternehmen tätig, wird interimistisch als CFO fungieren, während das Unternehmen einen dauerhaften Nachfolger sucht. Rivian betont, dass die Entlassung nicht auf Unstimmigkeiten zurückzuführen ist.
Die Führungsoberhäufung geht mit Rivians Bemühungen einher, die Produktion und Lieferungen des R2-Mittelklasse-SUVs zu skalieren, ein Fahrzeug, das für die langfristige Rentabilität von entscheidender Bedeutung ist. Der Marktfokus liegt weiterhin auf den aktuellen Cash-Burns des Unternehmens und den damit verbundenen Ausführungsrisiken im Zusammenhang mit der Einführung des R2.
Der breitere Markt verringerte sich im Mittagshandel moderat, wobei der S&P 500 und der Nasdaq unter Druck standen, während die Investoren auf Kommentare von Federal Reserve-Chef Kevin Warsh auf dem Symposium in Jackson Hole warteten. Der Rückgang der Rivian-Aktien scheint firmenspezifisch zu sein, da die Konkurrenten im Bereich der Elektrofahrzeuge einem ähnlichen Druck weitgehend entkamen.













