SYDNEY (19. August) – Die Reserve Bank of Australia (RBA) könnte die Zinssätze erneut anheben müssen, wenn sich die Risiken für eine Inflationssteigerung konkretisieren, sagte Vizegouverneur Andrew Hauser am Mittwoch.
In Queensland betonte Hauser, dass die Inflation in Australien trotz der Tatsache, dass die Zentralbank ihre Referenzzinssatz für die zweite Sitzung in Folge in der vergangenen Woche bei 4,35% unverändert ließ, "noch immer zu hoch" ist. Die RBA hat die Zinsen seit Februar um kumulierte 75 Basispunkte erhöht, um die persistente inflationäre Kräfte zu dämpfen.
Hauser identifizierte drei Schlüsselrisiken, die die Inflationsgefahren wieder auf die Tagesordnung bringen könnten: anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die weltweite Zunahme von Investitionen in künstliche Intelligenz und ein schwaches Produktivitätswachstum. Die stellvertretende Gouverneurin gab keine Zeitrahmen für eine mögliche weitere Straffung bekannt, betonte jedoch, dass die geldpolitische Grundhaltung der RBA immer noch von den Daten abhängt.
Die australische Zentralbank hat in den letzten Monaten einen zurückhaltenden Ansatz verfolgt und versucht, den Bedarf, die Inflation in den Griff zu bekommen, mit Sorgen über die Wirtschaftswachstumszahlen zu balancieren. Die nächste Entscheidungsrunde der RBA ist für Anfang September geplant, und die Märkte verfolgen eingehende Daten genau, um nach Anzeichen für anhaltende inflatorische Kräfte zu suchen.









