Die britische Pound ist bereit, ihre Gewinne gegenüber dem Euro auszuweiten, da die Investoren einen steigenden Zinsabstand und eine reduzierte politische Risikoprämie einpreisen, so UBS am Freitag.
Sterling bietet zurzeit rund 1,5 Prozentpunkte mehr Rendite als das Euro, dies ist der höchste Margen in Europa neben der norwegischen Krone, so die Schweizer Bank. UBS prognostiziert, dass der Euro-Dinar-Kurs allmählich unter 0,84 sinken wird, bevor er sich Anfang September 2027 bei etwa 0,85 stabilisiert. Ein stärkerer als erwartetes Erholungssenkungs in der europäischen Wirtschaft könnte das Paar über 0,86 führen.
Die jüngste Stärke des Sterling folgt auf eine Zuwachsperiode im Juni und Juli, nachdem sie seitdem stabil ist. Die Analysten führen die Robustheit auf solide Wirtschaftsdaten in Großbritannien, den rückläufigen Druck aufgrund der Ölpreise und die Erwartungen, dass kommende fiskalische Maßnahmen die Märkte nicht stören. Diese Hintergründe werden voraussichtlich dazu führen, dass erhebliche Kurzpositionen in der Währung aufgelöst werden.
Die UBS festhält zudem, dass die Stabilität der Britischen Pfund seit Mitte Juli zusammenfiel mit der Zeit, in der die Märkte Premierminister Andy Burnham eine Phase vorsichtigen Optimismus im Sommer entzog. Die Bank warnt jedoch, dass die britische Politik nach wie vor das primäre Risiko darstellt; das Klima ist anfällig für schnelle Veränderungen, wenn Burnhams ersten politische Signale als fiskalisch unklug wahrgenommen werden.
Vorausschauend wird die Europäische Zentralbank am September ihren letzten Zinsschritt vollziehen, den UBS als den Abschluss des aktuellen Straffungszyklus betrachtet. Die Haushaltsplanung des Vereinigten Königreichs, die im November nach der Parlamentsferien stattfinden soll, wird ein wichtiger Punkt für die fiskalpolitische Ausrichtung und die Reaktion der Märkte sein.
Der Zinsvorteil der britischen Ponden und die politische Kursrichtung der EZB verstärken die Erwartungen einer weiteren Aufwertung der britischen Währung, obwohl politische Entwicklungen in London die Kursrichtung ändern könnten.













