PolyPeptide Group hat ihre Jahresprognose erhöht, nachdem das Metabolik-Segment im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 42 % verbuchen konnte. Dies geht aus einer Präsentation des Unternehmens hervor.
Der Schweizer CDMO (Contract Development and Manufacturing Organization) im Biopharma-Bereich meldete für das Metabolik-Segment im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von CHF 125 Millionen – gegenüber CHF 88 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Segment entwickelte sich damit besser als das Gesamtunternehmen, das im ersten Halbjahr 2026 einen Gesamtumsatz von CHF 310 Millionen erzielte, was einem Plus von 28 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Wachstumsschub im Metabolik-Bereich ist auf die steigende Nachfrage nach Therapien für Stoffwechselerkrankungen zurückzuführen. PolyPeptides Projektpipeline in diesem Segment wuchs durch mehrere Kundenprojekte, die nun die Vermarktungsphase erreichen. Das Unternehmen führt die positive Entwicklung auf die zunehmende Auslagerung von Produktionsprozessen durch Pharma-Partner sowie auf den Trend zu spezialisierter Fertigung seltener Stoffwechselerkrankungen zurück.
Aufgrund der starken ersten Jahreshälfte passte PolyPeptide ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026 an und erwartet nun einen Umsatz zwischen CHF 650 Millionen und CHF 680 Millionen. Zuvor lag die Spanne bei CHF 600 Millionen bis CHF 630 Millionen. Die Anpassung spiegelt das Vertrauen in eine anhaltend starke Nachfrage in den Kernsegmenten des Unternehmens wider, zu denen neben Metabolik auch Peptide und komplexe Wirkstoffe zählen.
Analysten sehen in der angehobenen Prognose ein Zeichen für robuste Marktbedingungen bei CDMOs, die auf Stoffwechseltherapien spezialisiert sind. Gleichzeitig warnen sie vor möglichen makroökonomischen Belastungen, die das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten.
Die Aktien von PolyPeptide zeigten sich im Vorhandel höher notiert, was die positive Reaktion der Anleger auf die angepasste Prognose widerspiegelt.



