Olam Group meldete einen Rückgang des Nettogewinns um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum für das erste Halbjahr 2026. Der anhaltende Druck durch volatile Rohstoffpreise und eine schwächere Nachfrage in Schlüsselregionen belastete die Ergebnisse. Der auf Singapur basierende Agrar- und Lebensmittelzulieferer erzielte einen Nettogewinn von 187 Millionen US-Dollar für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2026 – gegenüber 213 Millionen US-Dollar im ersten Halbjahr 2025.
Der operative Cashflow verbesserte sich um 18 Prozent auf 421 Millionen US-Dollar. Dies war vor allem auf eine straffere Working-Capital-Steuerung und reduzierte Investitionsausgaben zurückzuführen. Trotz makroökonomischer Herausforderungen wie höherer Inputkosten und Lieferkettenstörungen betonte das Unternehmen seine disziplinierte Kostenkontrolle.
Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 11,2 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 3 Prozent gegenüber 11,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang wurde vor allem auf schwächere Preise in den Kernsegmenten zurückgeführt, insbesondere bei Schalenfrüchten und Tierfutter. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch ein Volumenwachstum bei Spezialzutaten.
Die Geschäftsführung hob die Widerstandsfähigkeit der Kakao- und Kaffeesparten hervor, die von verbesserten Verarbeitungsmargen profitierten. Gleichzeitig warnte das Unternehmen, dass anhaltende geopolitische Spannungen und schwankende Frachtraten die Ergebnisse im zweiten Halbjahr belasten könnten.
Die Ergebnisse wurden zusammen mit der Halbjahreskonferenz veröffentlicht, in der die Führungsebene eine Fokussierung auf Schuldenabbau und selektive Kapitalallokation zur Sicherung des langfristigen Wachstums betonte.
Olam Group ist in über 60 Ländern aktiv und beliefert weltweit mehr als 20.000 Kunden mit Agrar- und Lebensmittelprodukten.


