Ein Öl-Tanker wurde am Dienstag im Hormuschaussee von einem nicht identifizierten Projektil getroffen, wodurch ein Brand ausbrach, der jedoch ohne Verletzungen der Besatzung oder Umweltverletzungen eingedämmt werden konnte, wie die britische Organisation für den Seeverkehr am Donnerstag mitteilte.
Das Schiff wurde in der Wasserstrasse zwischen Oman und dem Iran angegriffen, einem kritischen Durchzugspunkt für den internationalen Energieverkehr. Vor den jüngsten Konflikten verkehrte in der Meerenge etwa 20 % der weltweiten Öllieferungen und der Transporte von flüssigem Erdgas. Der Iran behauptete nicht, für die Attacke verantwortlich zu sein, und das Vorfall ereignete sich in einer Zeit, in der diplomatische Bemühungen zur Stabilisierung der Region unternommen wurden.
Die Golfstrasse von Hormus ist seit dem Beginn einer gemeinsamen militärischen Kampagne der USA und Israels Anfang des Jahres effektiv von dem Iran geschlossen. Die Unterbrechung hat zu erhöhten Ölkosten und zur Sorge vor inflationsbedingten Belastungen beigetragen, was potenziell die Entscheidungen der Zentralbanken beeinflussen könnte. Die USA haben ausserdem die Marineoperationen in der Region verstärkt und zielten darauf, Schiffe, die die Blockade von iranischen Häfen durchsetzen, zu verfolgen.
Diplomatische Initiativen werden durchgeführt, um die sichere Passagemöglichkeiten wiederherzustellen. Der Iran und Oman sind dabei, eine Vereinbarung zu finalisieren, um die Handelsschifffahrt durch den Kanal zu regeln, obwohl Teheran angibt, dass das Abkommen möglicherweise nicht unmittelbar den Verlauf wiedereröffnen wird. Der Premierminister von Katar, Sheikh Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, besuchte den Iran, um die Verhandlungen nach den Sanktionen durch die USA wiederbeleben zu können. Zu den Gesprächen gehört ein vorgeschlagener phasenbasierter Rahmen, um einen temporären Schifffahrtskorridor und die Entwurzelung der Minen im Kanal einzurichten.
Der pakistanische Feldmarschall Asim Munir reiste ebenfalls nach Teheran, um ein auslaufendes provisorisches Waffenstillstandsabkommen wiederherzustellen. US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass es für eine Beendigung des sechstmonatigen Konflikts mit dem Iran, der am Freitag sein Jubiläum erreicht, keine vorgegebenen Fristen gibt. Der Iran hat die Schritte der Washington als „all-out Wirtschaftskrieg“ bezeichnet, was die Bemühungen zur Abrutschung der Spannungen weiter erschwert.













