Die Ölpreise stiegen am Donnerstag, nachdem die USA Sanktionen gegen den Iran verschärft hatten und Bedenken hinsichtlich potenzieller Versorgungsunterbrechungen aus dem OPEC-Land aufkamen.
Der Brent-Rohstoff-Future stieg um 0,7 % und notiert um 11:15 Uhr GMT bei 83,25 US-Dollar pro Barrel und baut die Gewinne aus der vorherigen Sitzung weiter aus. Die Steigerung folgt auf Berichte, dass Washington die Beschränkungen für Teherans Ölhandel erweitert hat, darunter Bestrafungen gegenüber ausländischen Unternehmen, die Transaktionen erleichtern. Die Maßnahmen sollen die irankräftigen Rohölexporte eindämmen, die trotz der vorherigen US-Sanktionen unvermindert hoch bleiben.
Analysten stellten fest, dass die jüngsten Maßnahmen der USA die globale Versorgung verringern könnten, wenn die Durchsetzung von Beschränkungen bei iranischen Lieferungen stattfinden würde. Iran ist ein Gründungsmitglied der Opec und setzt weiterhin Rohöl in wichtigen asiatischen Abnehmerländern wie China und Indien ab, allerdings zu Rabattpreisen. Die iranischen Exporte lagen in den letzten Monaten nach Branchenangaben durchschnittlich bei rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag.
Die Marktteilnehmer nannten auch breitere geopolitische Risiken im Nahen Osten, wie die anhaltenden Konflikte in Gaza und im Jemen, als Faktor für den steigenden Preisdruck. Obwohl die OPEC+ ihre Produktionskürzungen beibehält, warnten die Analysten, dass weitere Nachschubschwankungen die Engpässe auf dem Markt weiter verschärfen könnten.
Der Benchmark-US-Rohstoff West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,6 % und notierte bei 79,10 US-Dollar pro Barrel. Die jüngste Stärke des Dollars hat die Gewinne für Öl, das im US-Dollar gehandelt wird, in der Tat begrenzt, obwohl geopolitische Aufschläge den Rückgang teilweise ausgleichen.
Die Investoren werden die Entwicklungen in den kommenden Wochen genau beobachten, insbesondere jegliche Anzeichen einer geringeren irischen Exporte oder Vergeltungsmaßnahmen Tehrans, die die regionalen Schifffahrtswege stören könnten.













