Nubank, Latinamerikas größter Digitalbanker, meldete einen Nettoerlös von 1,02 Mrd. US-Dollar für das zweite Quartal 2026 und übertraf damit die Analysten-Erwartungen. Der Gewinn stieg um 38 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der in São Paulo ansässige Kreditinstitut legte die Gewinnsteigerung auf höhere Kreditvolumina, verbesserte Kreditqualität und anhaltende Kostenoptimierung zurück. Die Nettoeinnahmen stiegen um 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,1 Mrd. US-Dollar, getrieben durch die Expansion in seinen Kernkreditkarten- und Personalkreditsegmenten. Die Betriebskosten sanken um 5 % im Vergleich zum Vorquartal, spiegeln Effizienzgewinne bei der Kundenakquise und technologischen Investitionen wider.
Nubanks Gesamtbestand an Kunden stieg um 18 % auf 78 Millionen, wobei 6,2 Millionen neue Konten im Quartal eröffnet wurden. Das Kreditportfolio des Unternehmens wuchs um 25 % auf 34,5 Mrd. US-Dollar, unterstützt durch einen Anstieg von 12 % der durchschnittlichen Kreditbeträge pro Kunden. Die Provisionsaufwendungen für Kreditverluste blieben stabil bei 3,1 % der Gesamtkredite, was auf eine aufrechte Vermögensqualität hinweist.
Analysten hatten einen Nettoerlös von 920 Mio. US-Dollar für das Quartal erwartet, wie ein Refinitiv-Konsens-Estimate zeigt. Das überzeugende Ergebnis folgt auf Nubanks 800-Mio.-US-Dollar-Nettoerlös im Q1 2026 und unterstreicht seine Fähigkeit, die Profitabilität trotz regulatorischer Überwachung und Wettbewerbsdrucks im Fintech-Sektor der Region zu skalieren.
Die Aktien von Nubank, unter dem NYSE-Ticker NU gelistet, stiegen um 3,2 % im Vorhandel, nachdem das Ergebnis veröffentlicht wurde. Das Unternehmen hat keine Vorleistungen in seiner Gewinnmitteilung gemacht.

