Die Neuenburger Kantonalbank vermeldete für das Halbjahr einen Netto-Gewinn von 24,1 Millionen Franken, nahezu unverändert zum Vorjahreszeitraum, da steigende Kosten die Gewinne aus dem Kreditumfang und Risikokorrekturen aufweichten.
Der Kerngeschäft der Bank, das weiterhin der wichtigste Ertragsbaustein der Bank ist, zeigte in den ersten sechs Monaten einen Rückgang der Bruttomarge von 0,8 % auf 60,3 Millionen Franken. Unterstützt durch eine Erleichterung der Aufwendungen für Kreditrisiken in Höhe von 2,2 Millionen Franken (im Vorjahreszeitraum wurden 1,7 Millionen Franken angesetzt), konnte die Nettomargen im Zinsbereich um 5,8 % auf 62,6 Millionen Franken gesteigert werden. Auch höhere Kreditvolumina trugen dazu bei, den Einfluss niedriger Nettomargen aufzubauen.
Die Erträge außerhalb der Zinsen wiesen eine moderate Entwicklung auf. Die Erlöse aus Provisionen und Dienstleistungen stiegen um 2,6 % auf 16,3 Millionen Franken. Sie wurden vor allem durch die Aktivitäten im Bereich Wertpapiere und Vermögensmanagement sowie den Anstieg des verwalteten Vermögens angetrieben. Die Handelsgewinne nahmen um fast 5 % auf 6,3 Millionen Franken zu.
Die Kostenbelastung blieb hoch. Die Personalkosten stiegen um 5,1 % auf 23,7 Millionen Franken, nachdem die Bank ihre Belegschaft im Rahmen des neuen Organisationsmodells auf 346 Mitarbeiter steigern konnte. Andere Betriebskosten zogen um 7,7 % auf 18,7 Millionen Franken an, vor allem aufgrund der höheren Ausgaben für Informationstechnologie, während im Vorjahr außergewöhnliche Maßnahmen zur Kundendecke noch einen Großteil der Preissteigerung erklärt hatten.
Die Zinserhöhung war selektiv. Die Hypotheksschulden stiegen seit Jahresende um 1,5 % auf 8,88 Mrd. Franken, während sich die sonstigen Kundengeschäftsgeschäfte um 5,1 % auf 879 Mio. Franken erhöhten. Die Kundeneinlagen blieben unverändert bei 7,04 Mrd. Franken, nach einer Zunahme von 11 % gegenüber dem Jahresende 2025. Das Bilanzvolumen stieg um 1,2 % auf 12,58 Mrd. Franken.
Die Bank stellte 17,5 Millionen Franken für generelle Bankrisikoreserven ein und stellte den halbjährigen Gewinn gegenüber dem Vorjahres quartal unverändert fest. Für das zweite Halbjahr vertritt die Neuenburger Kantonalbank eine vorsichtige Haltung und macht den unsicheren wirtschaftlichen Rahmen verantwortlich, obwohl sie keine bedeutende Verschlechterung der Geschäftsergebnisse erwartet. Die Bank behielt ihre volle Geschäftsjahresprognose bei und geht davon aus, dass die Betriebsergebnisse auf dem Niveau von 2025 liegen werden.
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