Das Währungspaar Australischer Dollar zu Yen hat sich als führende Alternative in Carry-Trade-Strategien etabliert und notiert aktuell bei 113,39. Im Jahresvergleich erzielt es damit ein Plus von 18,11%. Der Kurs liegt nur noch 1,4% unter dem 52-Wochen-Hoch von 114,94 und profitiert von robusten technischen Indikatoren über Tages-, Wochen- und Monatszeiträume hinweg. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf Tagesbasis steht bei 57,7, der MACD bei 0,120 und der Average Directional Index (ADX) bei 28,5 – allesamt bullishe Signale.
Das Währungspaar Neuseeländischer Dollar zu Yen notiert bei 93,91 und verzeichnet ein moderateres Jahresplus von 7,24%. Die Seitwärtsbewegung spiegelt sich im ADX von 13,0 wider. Deutlich schwächer präsentiert sich dagegen das US-Dollar-Mexikanische-Peso-Paar, das im Jahresvergleich um 9,27% auf 17,04 nachgegeben hat. Die technischen Signale für USD/MXN sind durchgehend bärisch: Sämtliche Zeiträume zeigen ein "Strong Sell"-Rating, der RSI liegt bei 29,2 nahe der überverkauften Zone, und der ADX von 60,8 deutet auf starke Abwärtsdynamik hin.
Auch die Türkische Lira steht trotz eines technischen "Strong Buy"-Signals unter Beobachtung. Das Paar USD/TRY notiert bei 47,92 und hat im Jahresvergleich um 17,22% zugelegt, weist jedoch extreme überkaufte Bedingungen auf: Der RSI liegt auf Tages- und Wochenbasis bei 99,5 bzw. 99,9. Der Brasilianische Real notiert bei 5,20 gegenüber dem US-Dollar und verzeichnet ein Jahresminus von 4,44%, zeigt jedoch jüngst einen frischen MACD-Crossover, der technisch unterstützend wirkt.
Makroökonomische Faktoren tragen zur Verschiebung der Marktbedingungen bei. Die Erwartungen einer Leitzinserhöhung der US-Notenbank im September sind auf eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 35% gesunken, während der US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni gefallen ist. Diese Entwicklungen verändern die Attraktivität von Carry-Trade-Strategien – mit AUD/JPY als einem der Hauptprofiteure im Zuge der breiteren Währungsmarkt-Anpassungen.


