Sechs mexikanische Banken haben sich darauf geeinigt, insgesamt 86,4 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Klage in den USA zu beilegen, die Preismanipulation im Markt für mexikanische Staatsanleihen beschuldigt. Die Klage, die 2018 eingereicht wurde, wirft den Banken, darunter Banorte, BBVA Mexico, Santander Mexico und andere, vor, sie hätten sich zu einem Kartell zusammengeschlossen, um Preise im Sekundärmarkt für mexikanische Staatsanleihen zu manipulieren. Die Kläger behaupten, die Banken hätten die Spread- und Handelsstrategien koordiniert, um bei den Investoren Gewinne zu erzielen, die auf Kosten der Investoren entstanden seien.
Die Vereinbarung, die am Freitag in einem US-amerikanischen Gerichtsverfahren offengelegt wurde, umfasst Ansprüche, die auf den Zeitraum von 2011 zurückgehen und vermeidet eine mögliche jahrelange Gerichtsverhandlung. Die Vereinbarung enthält keine Erklärung der Banken, dass sie sich schuldig gemacht haben. Die Bedingungen wurden mit Hilfe eines von Gerichtsvollziehern eingesetzten Mediators ausgehandelt.
Die in der Klage genannten mexikanischen Banken sind wichtige Akteure auf dem lokalen Anleihenmarkt, der für die Regierung eine wichtige Finanzierungsquelle darstellt. Der Sekundärmarkt für mexikanische Staatsanleihen wird von einer kleinen Gruppe großer Finanzinstitute dominiert, was Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der fairen Preisbildung aufwirft.
Der Schadensersatzbetrag wird an die berechtigten Investoren verteilt, die während des spezifizierten Zeitraums mexikanische Staatsanleihen erworben oder gehandelt haben. Das Verfahren wurde vom US-amerikanischen Bezirksgericht für den Süden von New York überwacht.
Ein Sprecher von Banorte lehnte eine Stellungnahme ab. Vertreter von BBVA Mexico und Santander Mexico reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme.



