Die Aktien der Merck KGaA gaben am Donnerstag um 1,45 % auf 136,35 € nach. Sie unterperformeten den deutschen DAX, der um etwa 0,8 % sank. Die Bewegung folgte auf die Senkung der Einschätzung durch UBS von „Buy“ auf „Neutral“. Als Begründung wurde eine Bewertung angeführt, die den fairen Wert eingeholt hat, da die Risiken in der Healthcare-Division des Unternehmens zunehmen.
Die UBS behielt ihr Kursziel bei 150 €, aber erhöhte ihre Kerngewinne pro Aktie für 2026 um 3 % auf 8,27 €. Darüber hinaus senkte das Unternehmen seine Umsatzprognosen für die Jahre 2027 bis 2031 und erwartet Werte, die 2 % bis 4 % unter dem Konsens von S&P Global Visible Alpha für diesen Zeitraum liegen.
Die Absenkung reflektiert Sorgen über steigende Wettbewerbsdrucke, insbesondere im Merck-Franchise mit der Medikamentionsklasse Mavenclad, das sich einem wachsenden generischen Wettbewerb aussetzt. UBS wies auch auf Risiken für die Umsätze hin, die durch den geplanten Markteinzug einer biosimilaren Version von Erbitux durch Sandoz, eine Tochtergesellschaft von Novartis, für 2030 angestrebt wird.
Zu den zusätzlichen Überlegungen zählen die potenzielle Konkurrenz von Ogsiveo, einem Spezialarzneimittel für die Onkologie, das durch den Erwerb von SpringWorks erworben wurde, gegenüber dem Rivalenpräparat varegacestat von Immunome. UBS betonte, dass varegacestat in einer Phase-3-Studie eine höhere placebokorrigierte Ansprechrate aufgewiesen hatte und eine einmal tägliche Dosierung bietet, was die Marktposition von Ogsiveo untergraben könnte.
UBS wies auch auf das Risiko einer negativen Entscheidung der FDA über Pergoveris im zweiten Halbjahr 2026 und eine mögliche Entscheidung der FDA im April 2027 hinsichtlich varegacestat hin. Die Aktie hat den vergangenen 12 Monate ein Plus von 32 % und ein Jahr zu Jahresbeginn von 18 %, so UBS, aber der jüngste Anstieg hat ihren Sicherheitsabstand reduziert.












