Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoertrag von 161,4 Millionen Franken, was einem Anstieg von 7,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und damit das höchste Halbjahresergebnis in der Geschichte der Bank darstellt. Das Wachstum des Nettoergebnisses wurde vor allem durch einen Anstieg der Erträge aus Kommission und Dienstleistungen um 11,1% auf 77,5 Millionen Franken getrieben, während der Nettozinserträge trotz eines herausfordernden Zinsumfelds um 3,1% auf 238,9 Millionen Franken gestiegen sind.
Die Kreditausweitung verlangsamte sich stark auf 0.8% im ersten Halbjahr und führte zur Erhöhung des Kreditportfolios auf 46,72 Milliarden Franken. Die Hypothekenbestände blieben weitgehend unverändert bei 40,89 Milliarden Franken, da die Bank absichtlich die Kreditvergabe für Hochpreisempfindliche Firmenkunden um fast 600 Millionen Franken reduzierte. Das freigemachte Kapital wird in höher rentierliche Kundensegmente investiert.
Die verwalteten Vermögenswerte steigerten sich von Ende Juni bis Jahresende um 3,3 % auf CHF 43,99 Milliarden, also um CHF 1,39 Mrd. gegenüber dem Jahresende 2025. Der Netto-Neumittel betrug CHF 709 Mio., während die Marktaufschläge einen Beitrag von CHF 677 Mio. darstellten. Die Handelsvergütungen erhöhten sich um 12,1 % auf CHF 45,5 Mio., wofür strukturierte Produkte dank ruhigerer Märkte im zweiten Quartal verantwortlich waren.
Die Gesamtbetriebseinnahmen stiegen um 6,3% auf CHF 369,2 Millionen, während die Betriebskosten um 5,7% auf CHF 170,9 Millionen anstiegen. Die Personalkosten entwickelten sich um 6,4% auf CHF 115,6 Millionen, was einen Anstieg des durchschnittlichen Personenzahls um 3% auf 1.215,5 Vollzeit-Personen entsprach, da LUKB expandiert, um sein Ziel zu erreichen, bis 2030 unter den fünf führenden Universalbanken der Schweiz zu reihen.
Die Kosten-Nettoerlöse-Verhältnis blieb mit 45,5 % niedrig. LUKB erhöhte auch die Prognose für das Gesamtjahr 2026 und setzt den Nettogewinn auf CHF 305-320 Millionen, das entspricht im Vergleich zum ursprünglichen Mindestziel von CHF 295 Millionen einer Steigerung. CEO Daniel Salzmann hob jedoch die Warte vor, dass das zweite Halbjahr wegen saisonal niedrigerer Dividendenerträge, des begrenzten Spielraums für eine weitere Gewinnmargenausweitung und der anhaltenden Investitionen in die technische Infrastruktur etwas schwächer ausfallen könnte.
Die Bank bekräftigte ihre langfristigen Ziele im Rahmen der Strategie LUKB30, bei denen sie bis 2030 einen netto Gewinn von über CHF 340 Millionen und nicht-zinsbasierte Erträge von über CHF 310 Millionen anstrebt.













