Der KeyBanc Capital Markets-Analyst Jackson Ader hat drei Treiber identifiziert, die die Technologie-Sektormergers und -akquisitionen beschleunigen könnten. Zunächst wird die Branche von Sitzplatz-basierten Lizenzen hin zu konsumtionsbasierten Preisen wechseln, was Ader zufolge leichter zu verhandeln ist, wenn dies privat erfolgt, ohne dass es öffentlich bekannt wird.
Zweitens weist Ader auf nachhaltige Wachstumsperspektiven hin. Der Private-Equity-Fonds Silver Lake hat signalisiert, bereit zu sein, in Anwendungs-Software-Firmen wie Workday zu investieren, was auf die Zuversicht in den langfristigen Ausblick der Branche hinweist, trotz eines langsameren Wachstumsumfelds.
Drittens wird die Bewertungsdruck zu Möglichkeiten führen. Ein Korb von Anwendungs-Software-Aktien, der von KeyBanc verfolgt wird, ist seit Beginn 2025 um 26 Prozent gefallen, nachdem er Ende Juni mehr als 50 Prozent abgestürzt war. Ader hat festgestellt, dass ein Kaufpreis, der zwei Jahre zuvor HubSpot für etwa 50 Milliarden Dollar hätte kaufen können, jetzt ausreichen würde, um HubSpot und mehrere Peers zu finanzieren.
Ader hat auch gewarnt, dass die AI-bezogene Infrastrukturausgaben Zeit, Geld und Aufmerksamkeit von öffentlichen und privaten Käufern ablenken könnten, was potenziell die Abschluss von Transaktionen verzögern könnte. Der Analyst erwartet, dass der Tempo der Tech-M&A-Transaktionen, das im Jahr 2026 hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, sich verbessern wird, sobald sich die Preismodelle entwickeln, die Wachstumszuversicht zurückkehrt und die Bewertungen verbessern.


