Judo Bank verzeichnete im am 30. Juni 2026 endenden Geschäftsjahr einen um 34% höheren Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr. Angetrieben wurde das Ergebnis durch eine Ausweitung der Zinsmargen und deutliche Kostensenkungen.
Die australische Herausfordererbank meldete einen Nettogewinn von 340 Millionen Australischen Dollar (A$), was einem Anstieg gegenüber 254 Millionen A$ im FY25 entspricht. Dies geht aus vorläufigen Finanzzahlen hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Zinsmarge weitete sich auf 3,10% aus, nach 2,85% im Vorjahr. Dies spiegelt eine verbesserte Preisgestaltung bei den Aktiva sowie eine Verschiebung der Kreditmix-Struktur wider.
Die gesamten operativen Aufwendungen sanken um 5% auf 720 Millionen A$. Unterstützt wurde dies durch Effizienzgewinne in den Bereichen Technologie und Verwaltung. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 58% (Vorjahr: 65%), was auf eine stärkere operative Hebelwirkung hindeutet.
Das Geschäftsvolumen von Judo Bank stieg um 8% auf 32,5 Milliarden A$, wobei Kredite und Forderungen auf 24,8 Milliarden A$ zulegten. Das Institut führt das Wachstum auf die anhaltende Nachfrage im gewerblichen Kreditgeschäft und bei Wohnhypotheken zurück, insbesondere im KMU-Segment.
Die Ergebnisse unterstreichen die Fortschritte von Judo Bank bei der Skalierung des Geschäfts bei gleichzeitiger strikter Kostenkontrolle. Eine detaillierte Guidance für das Geschäftsjahr FY27 steht noch aus, doch das Institut betonte, dass die makroökonomischen Rahmenbedingungen sein Kerngeschäft weiterhin unterstützen.
Die Aktien von Judo Bank waren zum Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht aktiv gehandelt, da das Unternehmen in Privatbesitz ist.



