JPMorgan bleibt im Hinblick auf den Jahresabschluss positiv eingestellt gegenüber den weltweiten Aktienmärkten und geht von einem graduellen Aufwärtstrend vor allem aufgrund der sektorbezogenen Rotation und nicht von einem breit angelegten Sprung aus, wie Strategist Fabio Bassi sagt.
Die Bank erwartet eine 'angekürzte Rotation mit Aufwärtstrend', da die Positionierung und die Streuung unter den Aktien Vorrang haben, unterstützt durch die Geduldspolitik der Federal Reserve, die die Volatilität eindämmt. Ein Aufschwung bei Halbleiteraktien wird als taktische Verbesserung der Risikobereitschaft angesehen, während die Bank qualitätliche Wachstumsnamen und hyperskalable Unternehmen in jüngster neuer Preisgestaltung bevorzugt.
Die Zinsen für langlaufende Staatsanleihen sind stark gestiegen, was von einer erneuten Steiligung der Zinskurven auf den entwickelten Märkten begleitet wurde. JPMorgan führt dies auf eine 'Konsolidierung' auf der Angebotenseite zurück – das heißt, dass die Kapitalschwitzungen der Hyperskalern mit der Staatsverschuldung konkurrieren – und höhere reale Renditen im Zuge der zunehmenden Zuversicht in die Monetarisierung von KI. Die Bank interpretiert das Verhalten nicht als Signal einer Politikfehler, sondern als eine Reflexion der erhöhten Nachfrage nach Kapital und Investitionsmöglichkeiten.
JPMorgan erwartet nur einen geringen weiteren Anstieg der Terminspreads, was darauf hindeutet, dass die Verschiebung der Renditen wahrscheinlich keine umfassende Risk-off-Periode auslösen wird. Das erweiterte Rückkaufprogramm des US-Schatzamts für 10- und 30-jährige Anleihen deutet auf Unbehagen mit den erhöhten Langfristzinsen hin, obwohl die Bank nicht davon ausgeht, dass Jackson Hole den Streit über die Reaktionseigenschaften der Fed klären wird.












