Jefferies hat am Dienstag das Wertpapier des niederländischen Energie-Technologie-Unternehmens Alfen N.V. von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt und begründet dies mit höheren Personalkosten als erwartet und mit einem nachlassenden Wachstum im Segment für das Laden von Elektrofahrzeugen.
Die Investmentbank senkte ihren Kursziel von 18 auf 14 Euro und reduzierte ihre Voranschlagung für das EBITDA im Jahr 2026 um 32 % auf 18,8 Millionen Euro, was nun 13 % hinter dem Konsens liegt. Der Umsatz für 2026 wird auf 466,8 Millionen Euro geschätzt, was einem Anstieg von 2 % gegenüber früheren Schätzungen entspricht und über dem Konsens von 458,9 Millionen Euro liegt. Dies wird durch Wachstum im Bereich Smart Grids unterstützt. Jefferies senkte auch die Prognose für das EBITDA im Jahr 2027 um 8 % auf 33,3 Millionen Euro, obwohl man erwartet, dass die Personalkosten sich normalisieren.
Alfen’s Prognose für 2026 bleibt unverändert bei Umsätzen von 435 Millionen bis 475 Millionen Euro und einer EBITDA-Marge zwischen 4% und 7%. Die Ergebnisse der ersten Halbjahr 2026 zeigten ein um 26% höheres, justiertes EBITDA auf 16,4 Millionen Euro, mit einem Umsatzanstieg um 24% auf 261,5 Millionen Euro. Der operative Geldfluß stieg um 25,7 Millionen Euro auf 36,5 Millionen Euro, angetrieben durch eine Reduzierung des Arbeitskapitals um 23,1 Millionen Euro, während sich die Nettokassenzufuhr auf 6,2 Millionen Euro belief.
Die Performance des Segments zeigte unregelmäßige Wachstumsdynamiken. Der Umsatz von Smart Grids stieg um 15% auf 111,6 Millionen Euro, wobei das Wachstum im zweiten Quartal auf 27% accelerated aufgrund einer höheren Projektaktivität. Der Umsatz von Energiespeichern stieg um 88% auf 98,8 Millionen Euro, aber der Auftragsbestand von 43 Millionen Euro im zweiten Halbjahr deutet auf einen Umsatzverlust von 40% in diesem Zeitraum hin. Die Auftragseingänge im Segment sanken von 54 Millionen Euro im 1. Quartal auf 11 Millionen Euro im 2. Quartal. Der Umsatz von EV-Charging fiel um 17% auf 51,1 Millionen Euro, was auf einen Volumenverlust von 12% und einen 6% niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreis unter dem Druck der Konkurrenz im Wohnungssegment zurückzuführen ist.
Die Aktien von Alfen haben bis heute 20 % zugelegt, was mehr ist als der 10 % Anstieg im Euro Stoxx-Index. Die Aktie wird mit einem 15,8-fachen des Jefferies-EV/EBITDA-Schätzungswerts für 2026 gehandelt.












