Die Kernkonjunkturinflation Japans beschleunigte sich im Juli zum zweiten Monat in Folge und stärkte die Erwartungen, dass die Bank of Japan die Zinsen auf ihrem Septembertreffen erhöhen wird.
Der Kernkonjunkturindikator für Verbraucherpreise, der frische Lebensmittel nicht umfasst, stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 % und entspricht damit den Prognosen von Analysten. Im Juni betrug der Anstieg 1,6 %. Die Zunahme spiegelt die Situation wider, in der Unternehmen höhere Importkosten aufgrund eines schwächeren Yen und der wirtschaftlichen Folgen des israelisch-amerikanischen Konflikts mit Iran an ihre Kunden weitergeben.
Die am Freitag veröffentlichten Daten werden in die Entscheidung der BOJ auf ihrer nächsten Zinsentscheidung am 17. und 18. September einfließen. Die Mehrheit der Ökonomen geht von einem Anstieg des Referenzzinses um 25 Basispunkte von 1% auf 1,25% aus.
Trotz des Aufschlüssels lag die Kerninflation in Japan trotz dem 2-prozentigen Ziel der BOJ seit sieben Monaten in Folge unter diesem Niveau, teilweise bedingt durch staatliche Subventionen, die die Kosten für Brennstoffe begrenzen. Ein engeres Maß, das neben Energiepreisen auch andere Artikel umfasst und als zuverlässigeres Instrument zur Messung der unterliegenden Inflation gilt, stieg im Juli auf 1,9 Prozent von 1,7 Prozent im Juni.
Die Analysten erwarten, dass die Inflation in den kommenden Monaten das Ziel der BOJ übersteigt, da die Durchdringung der höheren Rohstoffkosten fortsetzt, was sich bereits in den steigenden Produzentenpreisen widerspielegt. Die Zentralbank erhöhte die Zinsen im Juni auf ein 31-jähriges Hoch von 1 %, behielt jedoch die Politik im Juli stabil, während sie eine der bislang klarsten Warnungen gegen steigende Inflationsrisiken abgab.













