Der Dienstleistungssektor Italiens expanded im August mit seiner schnellsten Wachstumsrate in 3,5 Jahren, wie aus dem neuesten S & P Global Italy Services Purchasing Managers' Index (PMI), der am 3. September 2026 veröffentlicht wurde, hervorgeht.
Der saisonally-adjusted Index für die Dienstleistungswirtschaft stieg auf 55,2 von 52,5 im Juli und bedeutete damit die höchste Stelle seit April 2023. Eine Zahl über 50 weist auf Expansion hin, und die neueste Zahl deutet auf einen robusten Wachstum im Dienstleistungssektor hin.
Der Geschäftswachstum nahm mit seiner stärksten Dynamik seit fast 2,5 Jahren zu, unterstützt durch die Inlandsnachfrage aufgrund von Neukundenerwerb, einer verbesserten Verkaufsleistung und der Initiierung neuer Projekte. Die Auslandsverkäufe wuchsen ebenfalls mit der höchsten Geschwindigkeit seit Oktober 2025, aber die internationale Nachfrage blieb im Vergleich zu den Inlandsaufträgen noch bescheiden.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor nahm im August zum dritten Monat in Folge zu, wobei die Schaffung von Arbeitsplätzen das stärkste Niveau seit mehr als einem Jahr erreichte. Das Tempo der Arbeitsaufnahme jedoch verlangsamte sich gegenüber dem Juli, wobei die Neuzugänge überwiegend auf befristete Verträge beruhten. Die Dienstleister reduzierten ihren Rückstand an ausstehenden Aufträgen zum fünften Monat in Folge.
Die Inputkosten stiegen im August stark an, und die Inflation lag weiterhin oberhalb der historischen Trends. Die Erhöhung wurde vor allem durch gestiggere Energie-, Kraftstoff- und Rohstoffpreise sowie erhöhte Kosten für Geschäftsdienstleistungen verursacht. Trotz dieser Drucke haben die Dienstleister ihre eigenen Preise nur mit einem geschweissenem Tempo erhöht, so dass die Preisinflation auf einen Achtmonats-Tief fiel.
Die Auftragsbeständigkeit für das kommende Jahr fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai, was die Sorgen über das externe Umfeld widerspiegelt. Der Optimismus wurde durch die Erwartungen neuer Kundenaufträge, geplante Anstiege bei den Investitionsausgaben und die Hoffnung auf stabilere geopolitische Bedingungen unterstützt.
Der Gesamt-PMI-Ausgabekennwert, der die Aktivität im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zusammenfasst, stieg im August von 52,5 im Juli auf 53,6 Punkte. Dies war der zweithöchste Wert in mehr als drei Jahren, wobei das Wachstum im Dienstleistungssektor einen Rückgang der Outputproduktion im produzierenden Gewerbe ausgleichten konnte.












