Der iranische Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh sagte am Montag, Teheran sei «vollständig vorbereitet» auf die neuesten US-Sanktionen und warnte Washington, dass man mit einer Gegenreaktion rechnen müsse. In einem Interview mit Reuters bezeichnete Madanizadeh die Maßnahmen als «wirtschaftlichen Terroranschlag», aber er verwies darauf, dass Irans Verteidigung nicht mehr so passiv sei.
Der US-Finanzminister hat am Montag die «Operation Economic Outcast» angekündigt und die Handelspartner des Iran mit einer noch nicht bestimmten Frist ins Visier genommen. Auf der Sanktionsliste stehen 60 Personen, Organisationen und Tanker, wobei der Ölhandel weiterhin im Fokus steht. Unter anderem wurden jedoch keine großen chinesischen Finanzinstitute aufgeführt, die den iranischen Ölexport ermöglichen, so die Reuters-Analysten. Dieses Auslassen wird als Versuch betrachtet, einen chinesischen Gegenangriff zu vermeiden.
Madanizadeh erklärte auch, dass Russland und China die jüngsten US-Sanktionen abgelehnt hätten und erwarteten, dass andere handelspartner dieselbe Entscheidung treffen würden. Der Iran hatte zuvor mit militärischen Aktionen gedroht, um auf die Sanktionen zu reagieren, noch bevor diese offiziell angekündigt wurden.
Die Maßnahmen erfolgen in Anbetracht der erhöhten Spannungen im Hormuskanal und der US-Marineblöcke gegen den Iran, die die Ausfuhren des Landes an Rohöl erheblich reduzieren. Laut verfügbaren Daten lagen die Lieferungen im September bei 534.000 Barrel pro Tag, verglichen mit 823.000 Barrel pro Tag im Juli. China ist immer noch der größte Kunde für iranisches Rohöl und erwirtschaftet über 80% der Exporte des Landes.
Die Weltenergiekommoditäten haben auf die Entwicklungen reagiert, und zum Wochenbeginn sanken die Preise trotz ihres weiterhin deutlich über dem Niveau vor dem Krieg liegenden Standes.













