Die Aktien von Intuit Inc. verloren am Mittwoch stark an Wert, nachdem JPMorgan und die Bank of America das Unternehmen auf Neutral herabgestuft hatten, weil in den Kernsoftwareplattformen von Intuit eine breitere als erwartete Wachstumsverlangsamung festgestellt wurde.
Die Neubewertung folgte den Quartalsergebnissen von Intuit, die die Erwartungen der Wall Street an den Umsatz verfehlten, obwohl sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 % auf 4,35 Mrd. USD erhöht hat. Die Umsatzprognose der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2027 zwischen 23,28 Mrd. USD und 23,51 Mrd. USD implizierte ein Wachstum von 9 % bis 10 %, darunter das Konsensschätzung von 23,72 Mrd. USD und unter dem für das Geschäftsjahr 2026 prognostizierten Wachstum von 14 %.
JPMorgan senkte die Einschätzung für Intuit von Overweight auf Neutral und reduzierte das Kursziel für Dezember 2027 von 605 auf 331 US-Dollar. Die Bank of America senkte die Aktie ebenfalls von Buy auf Neutral und reduzierte das Kursziel von 400 auf 360 US-Dollar. Die Downgrades spiegelten Bedenken über anhaltenden Wettbewerbsdruck wider, insbesondere bei TurboTax, wo Intuit auf nur 2,2% Wachstum orientierte, während die Marktprognose 6,8% betrug.
Analysten nannten schwächere Mailchimp-Umsätze, weiterhin schwindende Einnahmen aus Desktop-Produkten und niedrigere Durchschnittseinnahmen pro TurboTax-Kunde als wichtige Hinderungsfaktoren. Die Bank of America fand, dass TurboTax offenbar Marktanteile gegenüber kostengünstigeren, KI-basierten Alternativen verliert. JPMorgan betonte hingegen, dass die steigenden Disruptivrisiken nicht nur auf das Segment Global Business Solutions, zu dem QuickBooks gehört, ausgeweitet werden, sondern sich auch auf TurboTax erstrecken.
Intuit senkte außerdem sein langfristiges Wachstumsziel für das Segment Global Business Solutions von 15%–20% auf 10%–15%. Die Online-Benutzerbasis von QuickBooks wuchs im Verlgeich zum Vorjahr nur um 3%, wobei die Herausforderungen in puncto Kundenbindung und Monetarisierung ernerterweise deutlich wurden.
Beide Maklerhäuser betonten, dass das Geschäftsjahr 2027 für Intuit ein schwereres Investitionsjahr wird, wobei die geringeren Preise, Werbeangebote und die verstärkte Distribution zum Ziel haben, die Kundenpipeline wieder aufzubauen. Diese strategische Neuausrichtung wird voraussichtlich die kurzfristigen Margen und den Ergebnissprung unter Druck setzen und dazu beitragen, die Rating-Rückstufungen und den Rückgang des Aktienkurses zu erklären. Die Aktie von Intuit fiel in der Premarktrichtung um 1,94 % auf 362,74 USD, bevor sie im Laufe der Sitzung Verluste von 2,73 % auf 347,70 USD aufwies.












