Hyundai Motor hat sein Ziel für die Betriebsergebnis-Marge bis 2030 von zuvor 8% bis 9% auf über 9% angehoben und dabei einen Ausblick für 2026 zwischen 6,3% und 7,3% sowie die Feststellung eines Mindestrendites von 35% für Aktionäre beibehalten. Das Unternehmen hat darüber hinaus einen umfassenden Expansionsplan bis 2030 skizziert, der die Einführung von 58 neuen Modellen in Nordamerika und mehr als 100 weltweit einschliesst. Hybridautos sollen zur Hälfte der regionalen Verkäufe beitragen.
Hyundai strebt bis 2030 5,55 Millionen globale Fahrzeugverkäufe an, was einem Marktanteil von 6 % entspricht, wobei elektrifizierte Fahrzeuge 60 % des Gesamtvolumens ausmachen. Der Automobilhersteller plant, bis 2030 seine weltweite Produktionskapazität um 1,27 Millionen Einheiten zu erweitern, einschliesslich 500.000 Einheiten in Nordamerika. Die Strategie konzentriert sich auf unterrepräsentierte Segmente, die rund 29 % der Automobilverkäufe ausmachen, so das Unternehmen.
Die Einstellung auf Hybridfahrzeuge deckt sich mit der steigenden Nachfrage in den USA nach effizienten Fahrzeugen angesichts der erhöhten Benzinpreise, wie eine Umfrage von Cox Automotive ergab: 56 % der amerikanischen Autokäufer seien jetzt eher bereit, ein Hybrid-Modell zu berücksichtigen. Omdia-Angaben zeigen, dass die Hybridverkäufe in den Vereinigten Staaten im ersten Halbjahr 2026 um 19 % gestiegen sind, während sich die Hybridverkäufe von Hyundai im zweiten Quartal um 71 % erhöht haben.
Hyundai gab auch geplante Initiativen für autonome und robotische Fahrzeuge bekannt. Die Lieferungen von IONIQ 5-Fahrzeugen an Waymo für robotaxi-Dienste sind für das vierte Quartal 2026 geplant, während sein Joint-Venture mit Motional bereits im Laufe dieses Jahres in Las Vegas selbstfahrende Nutzfahrzeuge einführen will. Das Unternehmen wird 2028 mit einer jährlichen Produktionskapazität von 30.000 Einheiten in den USA mit der Produktion von Robotern beginnen und den humanoiden Roboter Atlas von Boston Dynamics ab 2028 in seinem Metaplant in Georgia einsetzen.
Die Aktien von Hyundai Motor fielen in Seoul um 3,3 % und erzielten damit einen unterdurchschnittlichen Ertrag von 1,3 % im Gesamtmarkt. Hyundai charakterisierte seine Strategie als eine offensivere Präsenz in allen Regionen mit Blick auf Segmente, in denen das Fahrzeugunternehmen aktuell unterrepräsentiert ist.












