Die ungarische Regierung wird Staatsverträge, die während Viktor Orbáns Amtszeit mit dem IT-Dienstleister 4iG abgeschlossen wurden, überprüfen, da sie Bedenken hinsichtlich Irregularitäten in den Vereinbarungen anmelden.
Die Prüfung, die vom Justizministerium angekündigt wurde, soll die Beschaffungsprozesse und die finanziellen Bedingungen in Zusammenhang mit 4iG untersuchen. Das Unternehmen, das sich auf digitale Transformation und IT-Infrastruktur spezialisiert hat, hat in den letzten Jahren mehrere Staatsverträge abgeschlossen und ist ein wichtiger Lieferant für ungarische öffentliche Einrichtungen, einschließlich Gesundheits- und Bildungsbereich.
4iG hat sich noch nicht öffentlich zu der Prüfung geäußert. Die Regierung hat nicht angegeben, wann die Prüfung stattfinden soll, aber es wurde angegeben, dass die Ergebnisse zu rechtlichen oder administrativen Maßnahmen führen könnten. Analysten vermuten, dass die Überprüfung ein Ausdruck der breiteren politischen Veränderungen in Ungarn ist, wo die neue Regierung sich verpflichtet hat, die Transparenz bei der Staatsausgaben zu erhöhen.
Die Verträge, die überprüft werden, reichen über mehrere Jahre und umfassen erhebliche finanzielle Verpflichtungen, obwohl genaue Zahlen nicht offengelegt wurden. Das Justizministerium hat keine weiteren Details über den Umfang oder die Kriterien der Untersuchung bereitgestellt.
Der Schritt fügt sich in eine Welle von post-wahllichen Prüfungen von Staatsverträgen in Ungarn ein, da die Regierung versucht, Bedenken hinsichtlich der Regierungsführung und der Rechenschaftspflicht anzugehen.



